ZEW-Studie Energieeffizienz weltweit um 18 Prozent gesteigert

Energieeffizienz in der Elektronik.
Weltweit konnte die Energieeffizienz um 18 Prozent gesteigert werden.

Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung ZEW hat die Veränderung der weltweiten Energieeffizienz zwischen 1995 und 2007 untersucht. Das Ergebnis: Sie hat sich um 18 Prozent verbessert. Gründe dafür sind ein Wandel in der Wirtschaftsstruktur einiger Länder sowie verbesserte Technologien.

Die ZEW hat in ihrer Studie die Entwicklung der Energieeffizienz in 40 Ländern und 34 Wirtschaftszweigen untersucht. Die Daten für den Zeitraum von 1995 bis 2007 lieferte die World Input Output Database, kurz: WIOD. In der Datenbank werden Information von 35 Wirtschaftszweigen aus Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen gesammelt. Die WIOD wurde im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU von elf europäischen Universitäten und Forschungsinstituten erstellt und besteht aus einer Reihe von Input-Output-Tabellen und integriert zusätzlich umweltbezogene und sozio-ökonomische Satellitentabellen. Diese Daten hat die ZEW dahingehend analysiert, auf welche Effekte die verbesserte Energieeffizienz im Wesentlichen zurückzuführen ist sowie welche Wirtschaftssektoren und Staaten dazu beigetragen haben. Das Ergebnis: Die Energieeffizienz hat sich weltweit um 18 Prozent verbessert.

Die Gründe dafür sind nicht nur der Rückgang emissionsverbrauchender Energieträger. Interessant ist, dass in einigen Ländern wie den USA und Japan die größere Energieeffizienz auf eine Verschiebung der Wirtschaftsstruktur hin zu weniger energieintensiven Wirtschaftszweigen zurückzuführen ist. Jedoch sind verbesserte Technologien in den meisten Ländern – darunter auch Deutschland und China – Grund für die Effizienzsteigerung. Aus der Studie geht hervor, dass sich bei einer Betrachtung der gleichen Wirtschaftszweige zwischen den Ländern die Energieeffizienz deutlich unterscheidet, es jedoch innerhalb der einzelnen Ländern zwischen den Wirtschaftszweigen kaum Abweichungen gibt. Die ZEW kommt zu dem Schluss, dass Voraussetzungen im nationalen Umfeld einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Energieeffizienz haben.

Verbesserungspotenzial sieht die ZEW-Studie in den Branchen Industrie, Bau- und Energiewirtschaft sowie in den Ländern China, Indien und Brasilien. Um hier die Energieeffizienz zu verbessern, sieht die Studie eine Möglichkeit in einem Technologietransfer zwischen den Ländern. Sie kommt zu dem Schluss, dass Verbesserungen relativ kostengünstig umgesetzt werden könnten, da entsprechende Technologien bereits existierten. Vor dem Hintergrund einer prognostizierten Erhöhung des Energiebedarfs in den Nicht-OECD-Ländern um 84 Prozent bis zum Jahr 2035 wäre dies laut der Studie von erheblicher Bedeutung, da auf diese Weise der mit dem steigenden Bedarf einhergehende Emissionsausstoß erheblich verringert werden könnte.