Stromversorgung Besser - mit weniger Hardware

Mit den steigenden Anforderungen an Stromversorgungen wächst der Schaltungsaufwand bei analogen Schaltungen. In Digitaltechnik realisiert, lassen sich alle Funktionen programmieren und ohne Schaltungsänderung adapieren.

Der Ruf nach mehr treibt die Entwickler von Stromversorgungen an: mehr Wirkungsgrad, mehr Ausgangsspannungen, mehr Präzision, mehr Zuverlässigkeit, mehr Flexibilität. Doch darf dafür weder der Aufwand noch der Preis oder der Platzbedarf steigen. Dies gilt sowohl für das Managen individuell auf die Last abgestimmter Versorgungsspannungen als auch für die Regelung von Leistungswandlern.

Künftige Stromversorgungen werden von digitalen Controller-ICs geregelt und über digitale Busse gesteuert. Die Halbleiterindustrie hat gleich mehrere digitale Konzepte parat - vom völlig gekapselten digitalen Controller, der von außen nicht zugänglich und auch nicht als Digitalschaltung erkennbar ist, bis zum offenen µP/DSP-System, vom digitalen Powermanagement analog geregelter DC/DC-Wandler bis zum digitalen Powermanagement mit digitaler Regelung. Jedes Konzept hat Vor- und Nachteile die gegeneinander abgewägt werden müssen. Eine Universalarchitektur, die überall optimal passt gibt es auch mit Digitaltechnik nicht.

Digital power congress

Welche Potentiale die Digitaltechnik in Stromversorgungen bietet, zeigt der 2. digital power congress am 11. und 12. Oktober in München - Workshops für Einsteiger und Fortgeschrittene am ersten Tag, Fachvorträge aus Forschung und Industrie am zweiten Tag. Der Kongress richtet sich an Entwickler und industrielle Anwender von Stromversorgungen, die sich einen Überblick verschaffen wollen oder konkret an digitalen Implementationen arbeiten und ein Problem lösen müssen. Neben den neuesten Controller-ICs werden auch Schaltungstechniken vorgestellt und Applikationshinweise gegeben.

Sowohl die Workshops als auch die Vorträge bieten Platz für Diskussionen, konkrete Fragen und Informationsaustausch. Interessenten sollten sich jetzt aber schnell entscheiden, denn die Zahl der Teilnehmer in den Workshops ist begrenzt, damit jeder einzeln an einem PC arbeiten kann.