Energieintensive Industrien in der Energiewende Ausnahmeregelungen fördern die Wirtschaft

Off-shore-Windpark vor den Küsten Deutschlands.

Die Kosten der EE-Förderung werden vorwiegend über die Strompreise auf Endverbraucher umgelegt. Um die Belastung für energieintensive Industrien zu minimieren, wurden Ausnahmeregeln geschaffen. Doch welchen wirtschaftlichen Nutzen haben sie für Deutschland?

Die Energiewende kommt und kostet Geld. Finanziert werden die Kosten der EE-Förderung in Deutschland vorwiegend über die Strompreise. Diese Umlage auf den Endverbraucher sowie die Stromsteuer erhöhen die Kosten nicht nur für den Ottonormalverbraucher, sondern auch für die Industrien. Für energieintensive Industriezweige hat die Bundesregierung mehrere Ausnahmeregelungen geschaffen, um so deren Belastung zu begrenzen. Nicht nur an Deutschlands Stammtischen werden die Ausnahmeregelungen für die stromintensiven Industrien teils heftig diskutiert.

Das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI und Ecofys haben nachgeforscht, welche Auswirkungen diese Ausnahmeregelungen im internationalen Vergleich haben. Für ihre Studie »Stromkosten der energieintensiven Industrie – Ein internationaler Vergleich« untersuchten sie die Zusammensetzung von Strompreisen in Deutschland und zehn anderen Staaten mit unterschiedlichen Regulierungssätzen, darunter Dänemark, die USA, Kanada, die Niederlande, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Italien sowie China, Korea und Japan. Dazu ermittelten sie die Strombeschaffungspreise und Netzentgelte sowie Privilegierungskriterien bei Steuern und Umlagen und wendeten diese auf die sechs energieintensive Branchen Chemie, Papier, Stahl, Aluminium, Kupfer und Textil an.