Patente zu Energiespeichern Asien sichert sich die Vormacht

Asien sichert sich die Vormacht am Batterie-Markt
Asien sichert sich die Vormacht am Batterie-Markt

Die Zahl der Patentanmeldungen für elektrochemische Energiespeicher-Technologien nimmt weiter zu. Vor allem Entwickler für Lithium-Batterien melden Schutzrechte an. Das ist das Ergebnis einer Studie der TU München. Die meisten Patentanmeldungen stammen dabei von asiatischen Unternehmen.

Europäische und amerikanische Firmen geraten bei den elektrochemischen Energiespeichern ökonomisch ins Hintertreffen. Eine Studie der Technischen Universität München zeigt, dass asiatische Unternehmen weit mehr Patente anmelden als ihre westlichen Konkurrenten. Die mit Abstand meisten Schutzrechte werden für Lithium-Batterien angemeldet.

Energiespeicher sind vor allem im Bereich der Energiewende und auch der Elektromobilität von großer Bedeutung. Da viele der Erneuerbaren Energien stark vom Wetter abhängig sind, muss Energie für einen späteren Bedarf zwischengespeichert werden. Wirtschaft und Wissenschaft weltweit arbeiten daher an neuen Technologien, um die bisher noch teuren Batteriesysteme zu verbessern und so in Zukunft breiter einsetzten zu können. Ein Beispiel für ein Projekt dieser Art ist die Gigafactory von Tesla und Panasonic.

Obwohl sie die Unternehmen in der Regel sehr bedeckt halten, an welchen Technologien sie derzeit arbeiten, ist es für die Akteure des Energiesektors – seien es nun Vertreter aus Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft – durchaus interessant und wichtig zu wissen. Aus diesem Grund haben sich Wirtschaftswissenschaftler der TU München als Teil eines interdisziplinären Großprojekts zu Batteriespeichern, kurz: EEBatt, durch die weltweiten Patentanmeldungen für elektrochemische Energiespeicher der Jahre 1991 bis 2011 gearbeitet. Die Patentanmeldungen bieten den Wissenschaftlern der TUM dabei einen aktuelleren Blick auf die Entwicklungen als bereits erteilte Schutzrechte.

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