Kleiner, leichter und leistungsfähiger 5-kW-Labornetzgeräte von TDK-Lambda mit Leistungsregelung

Die Kombination mehrerer Geräte

Durch ein weiterentwickeltes Master-/Slave-System sind die Dynamik und die Restwelligkeit bei einer Kombination von Netzgeräten vergleichbar mit der Dynamik und der Restwelligkeit eines einzigen Netzgeräts. Bis zu vier Genesys+-Netzteile lassen sich parallel schalten; damit erhöht sich die Ausgangsleistung auf bis zu 20 kW.

Die Master- und Slave-Einheiten konfigurieren sich automatisch, wenn sie die parallele Datenverbindung erkennen. Der Master wird dabei der Einspeisepunkt für die Programmierung, das Rücklesen und Statusabfragen der Master-/Slave-Einheiten.

Ein interessanter Punkt ist auch das geringe Gewicht von weniger als 7,5 kg, das damit erheblich geringer ist als bei den Vorgängermodellen. Zwar spielt laut TDK-Lambda das Gewicht in vielen Zielanwendungen nur eine untergeordnete Rolle. Aber gerade beim Parallelschalten mehrerer Labornetzgeräte könne die Gewichtsersparnis dann doch für manche Anwender wichtig werden.

Die Schnittstellen

Die Genesys+-Labornetzgeräte sind kompatibel zu den etablierten Genesys- und Z+- Modellen und verwenden die gleichen Kommunikationsprotokolle und Signale. Die Labornetzgeräte lassen sich sowohl über die Front als auch über die LAN-, USB-2.0- oder RS232/485-Schnittstellen standardmäßig programmiert werden. Eine isolierte analoge Steuer- und Überwachungsschnittstelle (0 bis 5 V oder 0 bis 10 V) und optional ein GPIB Interface (IEEE 488) sind ebenfalls vorhanden.

Um weitere Schnittstellenoptionen zu ermöglichen, ist die Anybus-CompactCom-Interface-Plattform enthalten. Zum Beispiel sind Devicenet, Ethercat, Modbus und Profibus bei Bedarf verfügbar. Zum Lieferumfang gehören zusätzlich ein vollständiges Paket von Softwaretreibern, der Waveform Creator und ein virtuelles Bedienfeld (GUI).

Die Sicherheits-Ausstattung

Sicherheitsfunktionen wie Safe Restart / Auto Restart und Last Setting Memory zählen zur Ausstattung. Mit Safe Restart / Auto Restart lässt sich das Verhalten des Netzteils nach einem Stromausfall festlegen. Das Gerät kehrt nach Wiederherstellen der Netzversorgung auf jeden Fall zu den Einstellungen zurück, die es vor dem Ausfall hatte.

Bei Auto Restart schaltet es auch den Ausgang wieder aktiv, während es bei Safe Restart den Ausgang inaktiv lässt, um potenziellen Gefahren bei unbeaufsichtigten Anwendungen vorzubeugen. Last Setting Memory ist die Bezeichnung für einen Speicher, in dem automatisch die letzten Einstellungen gespeichert werden, sobald das Netzteil abgeschaltet wird. Hierzu zählen Ausgangsspannung und -strom, OVP (Überspannungsschutz) und UVL (Unteres Spannungslimit).

Alle Genesys+-Netzteile tragen das CE-Zeichen gemäß Niederspannungsrichtlinie und verfügen über Sicherheitszulassungen gemäß UL/EN60950-1. Darüber hinaus entsprechen die Geräte der Norm IEC/EN61326-1 für Störfestigkeit gegen gestrahlte und leitungsgeführte Störgrößen. TDK-Lambda gibt eine Garantie von fünf Jahren auf die Genesys+-Labornetzgeräte. Den Startpreis gibt der Hersteller mit 5150 Euro an.