Osram setzt auf Made in Germany Zukunftstechnologien werden in Deutschland entwickelt

Osram hat seinen Deutschlandplan vorgestellt. Vom Ausbau der Zukunftsfelder Autonomes Fahren, Digitalisierung und LED-Technik werden demzufolge die deutschen Standorte profitieren.

Etwa zwei Jahre ist der Start der Innovationsinitiative »Diamond« her. Der Münchner Hersteller nimmt dafür bis 2020 etwa 3 Milliarden Euro in die Hand. Am Osram-Standort im oberbayerischen Traunreut werden derweil zahlreiche Stellen abgebaut. Die Fertigung von LED-Leuchten ist weniger aufwendig als die von traditionellen Leuchten, was sich nun in der Personalstruktur bemerkbar macht.

Ähnliche Probleme gebe es laut Osram auch an den Standorten Berlin und Schwabmünchen. Die dort verzeichneten Volumenrückgänge hätten die Werke mittelfristig gefährdet, so Osram. Damit diese Gefahr nicht zur Realität wird, siedelt der Münchner Lichthersteller nun den Bereich Autonomes Fahren in Berlin an. In den nächsten Jahren wird das Werk zu einem Hochtechnologie-Zentrum erweitert. Die Investitionsbereitschaft in diesen Bereich untermauerte Osram erst kürzlich durch die Bekanntgabe seiner Beteiligung mit 25,1 Prozent (mittlerer, zweistelliger Millionenbetrag) am kanadischen Unternehmen LeddarTech.

Der Standort Schwabmünchen wird ebenfalls umstrukturiert. Künftig werden hier nicht mehr Vormaterialien für Glühlampen, sondern für LEDs hergestellt. Dazu ist die Fertigung im Reinraum nötig. Die findet in Regensburg bereits unter Vollauslastung statt. Der etwa 2200 Mitarbeiter starke Standort für LED-Forschung und -Fertigung (Allgemeinbeleuchtung, Automotive, IR-LEDs) soll um mehrere hundert Arbeitsplätze erweitert werden – Bewerbungen aus Traunreut sind dabei laut Osram besonders gerne gesehen.