Displays für Mobiltelefone Umsatzsprung durch SmartPhones

Nach dem neuesten Quarterly Mobile Phone Shipment and Forecast Report des Marktforschungsunternehmens DisplaySearch wird der mit Kleindisplays für Mobiltelefone erzielte Umsatz in diesem Jahr ein Wachstum von 47 Prozent erreichen.

2012 soll der Umsatz nochmals um 19 Prozent wachsen, auf dann 22,4 Mrd. Euro. Im letzten Jahr wurden 1,6 Mrd. Mobiltelefon-Displays an die Handy-Hersteller ausgeliefert, was zu einem Umsatz von 12,8 Mrd. Dollar führte. Der mittlere Verkaufspreis blieb mit 7,90 Dollar pro Display auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2009. Nach Auskunft der Marktforscher führt der Trend zum SmartPhone dazu, dass der Anteil höherwertiger Displays deutlich gestiegen ist, was dem generellen Trend zum raschen Preisverfall in der Mikroelektronik entgegenwirkt.

Im Vergleich der Display-Technologien sind "Active Matrix"-OLEDS das am schnellsten wachsende Segment. Hier erwarten die Marktforscher für 2011 eine Steigerung um 191 Prozent auf 128 Mio. Einheiten, was einem Umsatz von 4 Mrd. Euro entspricht. Allerdings blieben 2010 die auf Basis von amorphem Silizum (a-Si) hergestellten TFT-LC-Displays mit 61,5 Prozent die meistverwendeten Handy-Displays. LTPS-TFT-LC-Displays (Low Temperature Poly Silicon) wiederum, die eine höhere Auflösung als die a-Si-LC-Displays erreichen, kamen 2010 auf einen Anteil von 19,5 Prozent. Hier wurde das Wachstum gebremst, weil die Hersteller der Nachfrage nach diesem Typ nicht nachgekommen sind. DisplaySearch erwartet daher einen Ausbau der LTPS-Fertigungskapazitäten.

Ein weiterer Trend: Mobiltelefon-Displays werden immer größer. 2009 wurde noch fast die Hälfte der LTPS-TFT-LC-Displays im qVGA-Format (240 x 320 Pixel) ausgeliefert, im 4. Quartal 2010 waren es nur noch 17,5 Prozent. Die Nachfolge hat das WVGA-Format (480 x 800  bzw. 480 x 864 Pixel) angetreten, mit dem mittlerweile die meisten SmartPhones ausgestattet werden. Das vom iPhone verwendete Format DVGA (640 x 960 Pixel) kam im Segment der LTPS-Displays im 4. Quartal 2010 auf einen Anteil von 18,5 Prozent, im 1. Quartal 2010 waren es noch 1,2 Prozent.