Digital Signage UHD erreicht öffentlichen Raum

Nachdem im letzten Jahr die ersten Fernseher mit der vierfachen HD-Auflösung UHD in die Geschäfte kamen, erreicht dieser Trend auch den Digital-Signage-Markt. Die Marktforscher von IHS gehen dabei von einem Wachstum von 600 Prozent aus, allerdings von einer sehr niedrigen Basis.

Nachdem es die ersten Fernseher mit UHD-Auflösung gibt, zieht nun auch der Digital-Signage-Markt nach. Wie aus einer Analyse der Marktforscher von IHS hervorgeht, sollen in diesem Jahr 145.000 UHD-Display-Panels für Digital Signage ausgeliefert werden. Das sind 590 Prozent bzw. fast sieben mal mehr als im letzten Jahr, als 21.000 Panels ausgeliefert wurden. Im Jahr 2018 sollen es sogar schon rund 650.000 Einheiten sein.

Insgesamt sollen in diesem Jahr rund 10 Millionen UHD-LCD-Displays verkauft werden, ein Bruchteil davon geht also in den Digital-Signage-Markt und der größte Teil in den Fernsehmarkt.

Die ersten UHD-Displays im öffentlichen Raum tauchten letztes Jahr auf dem Flughafen von Las Vegas auf. Die 84-Zoll-Riesen von LG wurde als Wegweiser verwendet. Später folgte dann auch Delta Airlines. Die Fluggesellschaft wertete mit den ultrahochauflösenden Displays ihre Lounge auf.

Um diese Displays beginnt sich langsam auch eine Infrastruktur aufzubauen. Das US-Unternehmen NanoTech Entertainment stellte zum Beispiel den UHD-fähigen Mediaplayer Nuvola NP-1 vor, eine Art Set-Top-Box, die UHD-Inhalte direkt und ohne sie vorher herunterzuladen, streamen kann. Solche Player für UHD-Inhalte speziell für Digital Signage lieferten außerdem das taiwanische Unternehmen Nexcom mit dem NDiS M533 OPS oder QNAP mit dem iS-2840. Damit lassen sich 4 Bildschirme zu einer UHD-Videowand zusammenfügen. Weiterhin dazu kommt zum Beispiel spezielle Software, die HD-Inhalte auf UHD hochskalieren kann, wie etwa von dem US-Unternehmen BrightSign.

Jahr201320142015201620172018
Tausend Einheiten21145266362496656
Die weltweit verkauften UHD-Panels für Digital Signage in tausend Stück. Quelle: IHS

An dem wachsenden Markt für Digital Signage wollen auch die chinesischen Hersteller etwas verdienen und versuchen in erster Linie über den Preis, den Zugang zu bekommen. IHS-Analystin Kelly Lum sagt, dass die chinesischen Hersteller wie Haier, Hisense oder Seiki zwar günstigere Modelle als LG oder Samsung anbieten allerdings wären die Bildqualität und die Verarbeitung nicht weniger gut.

Grundsätzlich sind solche Digital-Signage-UHD-Panels für viele Kunden jedoch noch zu teuer. Momentan gibt es schon über 20 verschiedene Modelle. Weitere Hürden sieht IHS derzeit noch bei den Investitionen in eine UHD-Infrastruktur wie zum Beispiel, um zusätzliche Bandbreite für die Inhalte zur Verfügung zustellen bzw. dem richtigen Einstellen und Abgleichen der Bildwiederholfrequenz, der Helligkeit oder des Dynamikumfangs der Displays, da diese Größen von der höheren Auflösung beeinflusst werden.