Marktstudie Touch-Display soll Einzug in Notebooks halten

Der Einsatz von Touch-Displays in der Konsumelektronik beschränkt sich derzeit vor allem auf Tablet-PCs und Smartphones. Das soll sich ändern. Marktforscher gehen davon aus, dass sich Touch-Displays zunehmend bei den Notebooks durchsetzen. Hinter dieser Entwicklung steckt auch Intel.

Im letzten Jahr wurden gerade einmal 4,6 Millionen Notebooks mit Touch-Display verkauft. In diesem Jahr soll sich deren Zahl allerdings vervierfachen und 2016 sollen es ganze 78 Millionen Geräte sein. Damit hätte ein Viertel aller weltweit verkauften Notebooks ein Touch-Display. Diese Entwicklung sieht zumindest das US-Marktforschungsunternehmen IHS voraus.

Für dieses Wachstum gibt IHS zwei Gründe an. Zum einen seien die Preise für große Touch-Displays deutlich gefallen. Ein einfaches 14-Zoll-Panel mit kapazitivem Touch gäbe es bereits für 35 Dollar, was gerade einmal der Hälfte des Vorjahrespreises von 60 bis 70 Dollar entspricht.

Dazu kommt, dass Intel den Einsatz von Touch-Displays in Notebooks gerade forciert. Zane Ball, Vice President und General Manager bei Intel, gab dazu die neuen Strategie seines Unternehmens bekannt, dass Touch überall sein soll. Er geht davon aus, dass Touch-Displays jetzt auch verstärkt in PCs eingesetzt werden.

Intel hat dabei vor allem seine Ultrabooks vor Augen, welche die Erwartungen bisher nicht erfüllen konnten. Im letzten Jahr wollten sich diese besonders dünnen und leichten Notebooks nicht so recht verkaufen, wofür Marktforscher ein schlechtes Marketing und zu hohe Preise verantwortlich machten.

Anfang des Jahres hatte Intel dann das erste Ultrabook mit Touchscreen vorgestellt. Neue Geräte mit dem bald erwarteten Haswell-Prozessor sollen folgen.

Ob die Kunden tatsächlich verstärkt Ultrabooks kaufen weil sie einen Touchscreen haben wird sich zeigen. Offenbar wollten einige Computer-Hersteller den Optimismus von Intel nicht teilen, da der Prozessor-Hersteller erst einige Überzeugungsarbeit bei Herstellern und Zulieferern leisten musste, um sie von der Vorzügen des Touchscreens in Notebooks zu überzeugen.

Intel versucht mit seinen Ultrabooks einen neuen Anreiz im Notebook-Markt zu schaffen, dem die Konkurrenz der Tablet-PCs zusetzt. Der Markt für Tablet-PCs hat sich bisher unter Ausschluss von Intel-Prozessoren entwickelt, was sich allerdings mit den neuen Silvermont-Prozessoren ändern soll.