Display-Beschaffung TFT-Displays – eine Commodity?

TFTs werden zunehmend als Commodity angesehen, dabei lassen sie sich meist gar nicht so leicht austauschen.
TFTs werden zunehmend als Commodity angesehen, dabei lassen sie sich meist gar nicht so leicht austauschen.

Um heute ein passendes TFT-Display zu finden, müssen Industriekunden deutlich mehr technische Parameter als früher vergleichen. Die Beschaffungspraxis vieler Unternehmen sieht hingegen anders aus: Häufig wird ein Display auf einige wenige Eigenschaften reduziert – und wie eine Commodity behandelt.

Wikipedia versteht unter einer „Commodity“ eine „austauschbare Standardware, die bei vielen Lieferanten in vergleichbarer Qualität zu beziehen ist“. In vielen Unternehmen sind Personen entweder für den Einkauf „strategischer“ oder „Commodity“-Komponenten zuständig. Während die einen versuchen, für ein exakt definiertes, komplexes Bauteil die besten Einkaufsbedingungen bei einem Lieferanten, oft einer Single Source, zu verhandeln, besteht für die Beschaffer von Commodity-Bauteilen die Aufgabe darin, für eine ausreichend weit gefasste Spezifikation die preisgünstigste Quelle zu finden.
Bisher konnte man davon ausgehen, dass unter dem Begriff „Commodity“ eher niedrigpreisige, passive Komponenten verstanden werden. Jedoch definieren mittlerweile immer mehr Kunden aus der Industrieautomatisierung auch TFT-Displays als Commodity. Das äußert sich darin, dass viele industrielle Einkäufer für die Auswahl eines Display-Zulieferers die drei Parameter Preis, Diagonale und Helligkeit festlegen, anhand derer sie dann das günstigste Produkt auswählen. Aber ist ein Display allein durch die Eigenschaften Preis, Diagonale und Helligkeit ausreichend beschrieben? Sind weitere Kriterien zu berücksichtigen? Welche davon aus dem umfangreichen Display-Datenblatt sind relevant und wie wirken sich die spezifizierten Unterschiede visuell aus? Um diese Fragen zu beantworten, ist ein Blick in die Vergangenheit nötig.