Data Modul Systemgeschäft und Internationalisierung vorangebracht

Verwaltungsgebäude der Data Modul am Standort Weikersheim.
Firmengebäude von Data Modul am Standort Weikersheim.

Data Moduls Konzernstrategie - weg vom reinen Display-Distributor und hin zum Systemanbieter - scheint aufzugehen. Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete das Unternehmen fast 10 Prozent mehr Umsatz (197,1 Mio. Euro). Das Systemgeschäft hat daran mittlerweile einen Anteil von ca. 43 Prozent.

Im Jahr 2016 habe man konsequent das Strategieprogramm »Shape 2020« umgesetzt, teilte Data Moduls Vorstand im Zuge der Veröffentlichung des Geschäftsberichts für das abgelaufene Jahr mit. Die ausgegebenen Unternehmensziele lauten: Höhere globale Wettbewerbsfähigkeit und Ausbau des Systemgeschäfts. In dieser Hinsicht, wie auch insgesamt, lesen sich die Geschäftszahlen von Data Modul durchaus positiv. Die Exportquote betrug im Geschäftsjahr 2016 gute 45 Prozent und lag damit etwa 6 Prozent über der Vorjahresquote. Der Umsatz mit Display-Systemen wurde von 70,8 Mio. Euro (2015) auf 85 Mio. Euro gesteigert; das Kerngeschäft mit einzelnen Displays warf mit 112,1 Mio. Euro etwa 2,4 Prozent mehr Umsatz für Data Modul ab.

Der Ausbau des Systemgeschäfts ging mit einer Vergrößerung des Optical-Bonding-Maschinenparks am Standort Weikersheim einher. Auf mittlerweile 400 m² Reinraumfläche (Klasse 7) steht unter anderem eine zusätzliche Bondingmaschine zur Flüssigverklebung von Glas-Displays mit Diagonalen bis 18,5 Zoll.

Der Wachstumskurs des Unternehmens soll laut Geschäftsführung im Jahr 2017 fortgeführt werden. Regional konzentriert sich Data Modul dafür auf Europa mit Deutschland als wichtigsten Markt, die USA und Asien. Mit der Zertifizierung nach der Norm ISO 13485, die die Anforderungen an ein Managementsystem zum Design und der Herstellungs von Medizinprodukten definiert, profiliert sich das Unternehmen nun auch als Hersteller von Display-Komplettsystemen für den Medizinsektor.