Übernahme-Gerüchte Samsung soll Übernahme von Novaled erwägen

Medienberichten zufolge zieht die zu Samsung gehörende »Cheil Industries« eine Übernahme des Dresdner OLED-Spezialisten Novaled in Betracht.

Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den koreanischen Newsdienst »Money Today«. Demnach würde das Textil- und Chemie-Unternehmen Cheil Industries, eine Übernahme von Novaled für rund 300 Millionen Won (rund 200 Mio. Euro) erwägen. Derselbe Newsdienst hatte vor einigen Tagen darüber berichtet, dass der koreanische Doosan-Konzern eine Übernahme von Novaled für 300 bis 400 Millionen Won plant. Möglicherweise ist die erwähnte Samsung-Offerte eine Reaktion darauf.

Diese Gerüchte sind nicht ganz unwahrscheinlich, da Novaled und Samsung bereits seit einiger Zeit eng zusammenarbeiten. So ist Novaled ein wichtiger Zulieferer für Samsungs Display-Sparte. Der Konzern verwendet die Novaled-Materialien für seine OLED-Displays, die größtenteils in Smartphones eingesetzt werden. Außerdem ist Samsung über seine Risikokapitalsparte »Samsung Venture Investment Corporation« an Novaled beteiligt. Darüber hinaus hatten »Samsung Mobile Display« und Novaled im letzten Jahr einen langjährigen Vertrag zur Lizenzierung und zur Abnahme von OLED-Materialien unterschrieben.

Novaled selbst kommentierte diese Gerüchte bisher nicht.

Das 2003 als Ausgründung der TU Dresden entstandene Unternehmen ist durch den zunehmenden Einsatz von OLED-Displays für Smartphones in den letzten Jahren stark gewachsen. So konnte Novaled seinen Umsatz 2010 und 2011 um jeweils über 50 Prozent auf 17,4 Millionen Euro steigern. 2011 wurde außerdem erstmals ein Gewinn von 3,6 Mio. Euro erzielt.