Keine neue Finanzspritze Qualcomm dreht Sharp den Geldhahn zu

Der japanische Elektronik-Konzern Sharp wird mindestens drei Monate länger auf die zweite Finanzspritze des Chip-Herstellers Qualcomm warten müssen – es geht um rund 42 Mio. Euro.

Wie Sharp mitteilte, hat man es nicht fristgerecht geschafft, neue Displays mit IGZO-Technologie (Indium Gallium Zinc Oxide), die zu einer besseren Bildqualität bei niedrigerer Leistungsaufnahme und dünneren Paneln führen soll, zu fertigen bzw. die dafür notwendige Technologie fertigzustellen.

Es geht um ausstehende fünf Milliarden Yen (42 Mio Euro). Qualcomm hat die Frist nunmehr bis Ende Juni verlängert.

Sharp war es Anfang Dezember gelungen, Qualcomm als Partner für die Display-Entwicklung zu gewinnen. Die Amerikaner wollen insgesamt 9,9 Milliarden Yen investieren, die ersten 4,9 Milliarden flossen bereits im Dezember.

Sharp rechnet für das Ende März auslaufende Geschäftsjahr mit dem zweiten Rekordverlust in Folge – konkret in Höhe von 450 Mrd. Yen (3,7 Mrd. Euro). Im Herbst musste Sharp warnen, dass die desolate Finanzlage den Fortbestand des Unternehmens gefährde. Nach Qualcomm holte sich Sharp auch den südkoreanischen Hersteller Samsung ins Boot. Dieser übernimmt gut drei Prozent an Sharp und zahlt dafür 10,4 Mrd. Yen (85 Mio Euro).