Marktprognose OLED-Displays Produktion zieht massiv an

Die Nachfrage für OLED-Displays steigt und die Hersteller rüsten auf: Bis 2022 wird sich die produzierte OLED-Displayfläche mehr als vervierfachen.

Analysten von IHS beziffern die aktuelle weltweite Produktionskapazität für RGB und Weißlicht-OLEDs für Displays auf rund 11,9 Mio. Quadratmeter. Der Löwenanteil davon (8,9 Mio. Quadratmeter) entfällt auf mobile Anwendungen wie Tablets oder Smartphones. Die verbleibenden 3 Millionen Quadratmeter sind in erster Linie großflächige Weißlicht-OLED-Displays für Fernseher. Bis 2022 soll sich das globale Produktionsvolumen auf 50,1 Mio. Quadratmeter belaufen.

 

Fast alle OLED-Displays kommen heute aus Südkorea

Profitieren werden davon in erster Linie chinesische Anbieter, wie die IHS Analysten weiter mitteilten. Beherrschen aktuell beinahe ausschließlich die großen Hersteller aus Südkorea – namentlich LG und Samsung – mit einem Produktionsanteil von 93 Prozent das Geschäft mit OLED-Displays, wird diese Dominanz innerhalb der nächsten Jahre schwinden. 2022 sind es gemäß aktueller Prognose »nur« noch 71 Prozent. Die chinesischen Hersteller, deren Fabriken aktuell für 5 Prozent der weltweiten OLED-Display-Produktion stehen, werden ihren Anteil auf 26 Prozent erhöhen.

Einen echten Wettstreit um Kunden soll es trotz dieser Verschiebung aber nicht geben. Die Südkoreaner setzen auf wenige, aber sehr große Produktionsstätten und wollen damit für Großabnehmer wie Samsung Electronics oder Apple produzieren. Die chinesischen Hersteller unterhalten viele kleine Fabriken, mit denen sie für Abnehmer von kleineren Stückzahlen fertigen, etwa die chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei, Xiaomi oder Oppo.