German High Tech Champions Preis für neues Verfahren zur Solarzellen-Strukturierung

Die diesjährige Auszeichnung German High Tech Champions (GTHC) in der Sektion Solar/PV erhielten Andrés Lasagni und Lars Müller-Messkamp. Mit der Auszeichnung waren verbunden: ein Preisgeld von 10.000 Dollar, die feierliche Auszeichnung auf der Clean Technology Conference & Expo in Boston, eine Präsentation auf der Messe und ein "Speed Dining" zur individuellen Kontaktaufnahme mit interessierten Unternehmen und Technologie-Scouts.

Mit der Kampagne "Germany High Tech Champions" (GTHC) wollen die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Alexander-von-Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Fraunhofer-Gesellschaft für den Forschungsstandort Deutschland im In- und Ausland werben. Alle im Rahmen des Projektes stattfindenden Maßnahmen sind zudem Bestandteil der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Initiative "Werbung für den Innovations- und Forschungsstandort Deutschland" unter der Marke "Research in Germany".

Die beiden Forscher und ihre Teams vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechik IWS in Dresden und vom Institut für Angewandte Photophysik (IAPP) der TU Dresden entwickelten ein kostengünstiges Verfahren zur Erzeugung periodischer Oberflächenstrukturen, mit dem erstmals Flächen im Quadratzentimeter-Maßstab im wenigen Sekunden strukturiert werden können.

Dazu nutzten sie erstmals die Methode der direkten Laser-Interferenzstrukturierung (DLIP - Direct Laser Interference Patterning) für die Strukturierung der Polymerträger von organischen Solarzellen. Mit dieser Methode lassen sich 2D-Arrays auf ebenen und gekrümmten Oberflächen strukturieren. Die aktive Oberfläche der Solarzellen konnte so deutlich vergrößert und der Wirkungsgrad um 21 Prozent gesteigert werden. Prinzipiell kann mit diesem Verfahren der Wirkungsgrad von organischen und auch Dünnschicht-Solarzellen noch weiter gesteigert werden.