Fraunhofer-Studie Photonik sichert Wirtschaftswachstum

Die optischen Technologien gewinnen an wirtschaftlicher Bedeutung, und zwar im gleichen Maße, wie sie zur Lösung globaler Probleme wie Energieknappheit beitragen können. Dies belegt eine aktuelle Studie, die im Auftrag des Branchenverbandes der optischen Technologien, Spectaris, vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (FhI IOF) erstellt wurde.

Die Studie benennt vier Herausforderungsbereiche, in denen die Photonik künftig eine fundamentale Bedeutung für den weiteren technischen Fortschritt erlangen wird:

  • Information und Kommunikation. Hier nennt die Studie beispielhaft die Extrem-Ultraviolett-Lithographie (EUV), mit der künftig die Strukturen der mikroelektronischen Bauelemente realisiert werden und die "die Gültigkeit des Mooreeschen Gesetzes für die nächsten 15 Jahre sichert".
  • Gesundheit und Ernährung. In der Medizintechnik sind die optischen Technologien wesentliche Treiber des Fortschritts. Die Autoren der Studie belegen dies mit dem Beispiel der Miniaturisierung von Endoskopen. Eine Vision ist etwa die "sehende Nadelspitze": Nicht mehr als drei Millimeter breit integriert sie ein komplettes endoskopische System.
  • Energie und Umwelt. Die Studie belegt die Bedeutung der optischen Technologien in diesem Feld am Beispiel einer weiteren Steigerung des Wirkungsgrades von Solar-Zellen durch ein "Photonen-Management", durch das sich der Wirkungsgrad, der heute zwischen 20 und 25 Prozent liegt, künftig bis auf 40 Prozent steigern ließe.
  • Sicherheit und Mobilität. Die Autos werden bereist in naher Zukunft mit intelligenten optischen Systemen ausgestattet, die unfreiwillige Fahrbahnwechsel und Autos im "toten Winkel" erkennen oder den Fahrer vor drohendem Sekundenschlaf warnen.

Spectaris ist der Deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V.