LED-Lichtquellen für die Mikroskopie Omicron bringt Hochleistungs LedHub auf den Markt

Daran fehlte es LED-Lichtquellen bisher: In Omicrons Led Hub sorgen temperaturstabilisierte LED-Chips für ein stabiles Emissionsspektrum.
Daran fehlte es LED-Lichtquellen bisher: In Omicrons Led Hub sorgen temperaturstabilisierte LED-Chips für ein stabiles Emissionsspektrum.

Laser- und LED-Entwickler Omicron hat eine modulare LED-Lichtquelle mit deutlich reduziertem Wellenlängen-Drift entwickelt und vergrößert damit die Einsatzmöglichkeiten für LEDs in der Mikroskopie.

Das Beleuchtungssystem von Omicron namens „LedHub LED Light Engine“ setzt auf eine aktive Temperaturstabilisierung der LED-Chips und verhindert so den typischen Drift des Emissionsspektrums, der durch das Aufheitzen entsteht. Die Temperatur wird auf 0,1 K genau geregelt, was zu einer maximalen Wellenlängenverschiebung von 0,1 nm führt. Die gängigen ungeregelten LED-Lichtquellen driften um bis zu 5 nm, was sie für den Einsatz in verschiedenen Anwendungen der Mikroskopie disqualifiziert.


Modularer Aufbau
Der modulare Aufbau des LedHub erlaubt Anwendern den Tausch einer LED-Einheit in ca. einer Minute, wobei spezielle Anfertigungen von Omicron benutzt werden müssen. Insgesamt sechs verschiedene LED-Module können im Hub montiert werden und bestimmen das Emissionsspektrum. Die im Modul verwendeten Hochleistungs-LEDs haben bis zu 5 W Strahlungsleistung und decken prinzipiell den Bereich von 365 bis 850 nm ab. Die Wellenlängenbreite eines einzelnen Moduls liegt in der Regel bei 10 bis 25 nm. Darüber hinaus sind für bestimmte Wellenlängen Breitband-Emitter (Δλ = 100 nm) verfügbar. Über optische Filter können die Intensität und der emittierte Wellenlängenbereich genauer auf die konkrete Anwendung abgestimmt werden. Die Einkopplung erfolgt über FC/PC und SMA-Quarzfasern oder Flüssigkeitsleiter (2 mm, 3 mm oder 5 mm). Eine Intensitätsmodulation ist analog (200 kHz) und digital (Schaltzeit <2 ms) möglich.


Einsatz in Forschung und Wissenschaft
Durch die Stabilisierung des Emissionsspektrums erweitern sich die Einsatzmöglichkeiten von LED-Beleuchtungssystemen in der Mikroskopie und insbesondere der Fluoreszenzmikroskopie. Gegenüber dem klassischen Beleuchtungssystem, der Halogenlampe, haben LEDs eine längere Lebensdauer und können auch im UV- und nahen IR-Bereich eine deutlich höhere Strahlungsleistung abgeben. Außerdem beanspruchen Halogenlampen das Mikroskopstativ durch die starke Wärmeabstrahlung thermomechanisch, was sich unter Umständen auf die Messgenauigkeit auswirkt. LED-Lichtquellen sind damit für Langzeitmessungen interessant, die eine hohe Ortsauflösung aufweisen sollen.