Beleuchtung OLED ohne Indium-Zinnoxid

Zusammen mit dem US-Unternehmen Cambrios Technologies hat Novaled eine OLED für die Beleuchtung entwickelt, die ohne das teure Indium-Zinnoxid auskommt. Stattdessen kommt ein Silber-Nanomaterial zum Einsatz.

Indium-Zinnoxid (ITO) wird als Anodenmaterial für OLEDs verwendet. Es hat den Vorteil, dass es leitfähig und weitgehend transparent ist, wodurch das Licht ungehindert emittiert werden kann. Das Problem ist, dass Indium ein seltenes Metall und damit teuer ist.

Speziell bei den OLEDs für die Beleuchtung kommt dazu, dass ITO einen recht hohen Flächenwiderstand von rund 20 Ohm/cm² auf einem Glassubstrat aufweist und somit die Spannung über größere Distanzen abfällt. Damit die OLED an jeder Stelle gleichmäßig leuchtet, muss ein Metallgitter auf die ITO-Schicht aufgebracht werden, die den Strom gleichmäßig auf die Fläche verteilt.

Zusammen mit dem US-Unternehmen Cambrios Technologies hat Novaled nun eine OLED entwickelt, bei der eine Anode aus Silber zum Einsatz kommt. Diese Silberschicht ist allerdings so dünn, dass sie zu 90 Prozent transparent ist. Bei dem Material selbst handelt es sich um ein Nano-Material, das aus willkürlich angeordnete Silberdrähten besteht, die zwischen 50 nm und 250 nm dick sind.

Dieses Material ist aber nicht nur transparent sondern aufgrund seiner Struktur auch leitfähiger als ITO. Der Flächenwiderstand liegt Novaled zufolge nur noch bei 5 Ohm/cm². Die damit hergestellte 10 cm x 10 cm große OLED benötigt daher auch kein zusätzliches Metallgitter mehr, um gleichmäßig zu leuchten.

Die OLED mit dem neuen Anodenmaterial wird derzeit noch nicht in den kommerziell verfügbaren Victory-Liternity-Leuchten von Novaled verwendet.