Übernahme durch Samsung Novaled wird koreanisch

Was sich bereits seit einiger Zeit abgezeichnet hatte, ist jetzt offiziell: Samsung übernimmt den Dresdner OLED-Spezialisten Novaled. Der neue Eigentümer bekennt sich klar zum Standort.

Dazu wird Cheil Industries, die Materialsparte von Samsung, einen Anteil von 50 Prozent an dem Dresdner Unternehmen übernehmen. Weitere 40 Prozent wird Samsung Electronics kaufen, die restlichen 10 Prozent hält der Konzern ohnehin schon über seine Investment-Tochter Samsung Venture Investment. Insgesamt beträgt die Übernahmesumme 260 Millionen Euro.

Der CEO von Cheil Industries, Jong-Woo Park, sieht die OLED-Materialien und das Know-how von Novaled als Schlüssel für die Führungsrolle im zukünftigen Displaymarkt. Den Marktforschern von Displaysearch zufolge soll der OLED-Markt von derzeit 6,8 Milliarden Dollar auf ein Volumen von 20 Mrd. Dollar im Jahr 2017 anwachsen.

Auch für die TU Dresden dürfte sich die Übernahme gelohnt haben. Nicht nur, dass die Ausgründung von Novaled ein voller Erfolg war und den Standort Dresden stärkt. Die TU gehört auch zu den Anteilseignern des Unternehmens, was sich mit der Übernahme auch finanziell rentiert.

Und so geht es weiter: Der Name und die Marke „Novaled“ sollen zunächst erhalten bleiben. Cheil Industries will außerdem die bisherigen Aktivitäten von Novaled in Dresden weiterführen und den größten Teil seiner OLED-F&E-Arbeiten dort konzentrieren. Hinter dieser Aussage stecken nicht nur Absichten sondern eine langfristige Strategie: Derzeit sucht Novaled nach einem neuen und größeren Standort in Dresden, da Wachstum am bisherigen Standort nicht mehr möglich ist.