Deutlich weniger Formfaktoren Neue Zhaga-Spezifikation für LED-Treiber

Das Industriekonsortium Zhaga hat neue Richtlinien für die mechanischen Abmessungen von integrierten LED-Treibern herausgegeben. Die aktualisierte Version enthält nur noch 27 statt 78 Varianten.

Die neue Richtlinie wurde in der zweiten Auflage von Buch 13 des Zhaga-Konsortiums veröffentlicht. Sie betrifft ausschließlich in LED-Leuchten integrierte LED-Treiber. Externe Treiber (stand-alone) sind explizit davon ausgenommen. Neu definiert wurden die Abmessungen von LED-Treibern mit mechanischer Aufhängung. In der ersten Auflage von Buch 13 waren dafür insgesamt 78 verschiedene Kombinationen aus Länge, Breite, Höhe, Abstand zwischen den mechanischen Aufhängungen und Durchmesser des Befestigungsmittels (Schraube, Niete, Bolzen) als anerkannter Standard definiert. Diese Zahl ist mit der aktualisierten Auflage nun deutlich geschrumpft. Nur noch 27 verschiedene Varianten gelten demnach als Zhaga-Standard.

Sie unterteilen sich in die beiden Kategorien 2 und 4 Aufhängungen. Dabei kann ein Treiber der Kategorie »2 Aufhängungen« entweder eine oder zwei Montagelöcher entlang seiner Zentralachse aufweisen; ein Treiber fällt unter die Kategorie »4 Aufhängungen«, wenn die Befestigung mit der Leuchte über 2, 3 oder 4 Montagelöcher an den Eckpunkten des Treibers erfolgen kann.

Der Verzicht auf einen Großteil von möglichen Formfaktoren ist laut Zhaga auf einen breiten und weltweit gültigen Konsens zwischen den großen Herstellern von LED-Treibern zurückzuführen, deren Produktion sich entsprechend vereinfacht. Ähnliches gilt für die Leuchtenhersteller, deren Zhaga-konforme Modelle zu einer verkleinerten Auswahl an Treiber-Varianten kompatibel sein müssen.

Die Zhaga-konforme Auslegung der elektrischen Schnittstellen zwischen Treiber und Leuchte ist in Buch 1 definiert. Das Konsortium hat sich hier den Spezifikationen des MD-SIG (Module-Driver Special Interest Group) angeschlossen und verweist auf diese.