LED-Herstellung Nachfrage nach metallorganischen Verbindungen steigt

Die Nachfrage nach Vorprodukten für die Herstellung von LEDs im MOCVD-Prozess steigt bis 2016 jedes Jahr um 17 Prozent von 38 t (2011) auf 69 t.
Die Nachfrage nach Vorprodukten für die Herstellung von LEDs im MOCVD-Prozess steigt bis 2016 jedes Jahr um 17 Prozent von 38 t (2011) auf 69 t.

Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Displaybank, das seit kurzem zu IHS gehört, wird sich die Nachfrage nach metallorganischen Verbindungen wie Trimethylgallium (TMGa) in den fünf Jahren nahezu verdoppeln.

Die als Vorprodukt (Precursor) im MOCVD-Prozess (Metal Organic Chemical Vapor Deposition) verwendeten Verbindungen sind für epitaktische Aufwachsen der optisch aktiven Schichten auf dem LED-Chip erforderlich. Zu den Vorprodukten gehören auch Verbindungen wie Trimethyl-Indium (TMIn), Trimethyl-Aluminium (TMAl) und Triethyl-Gallium (TEGa); TMGa ist jedoch mit einem Anteil von 94 % die meist verwendete Verbindung.

Die größte Nachfrage nach den MO-Vorprodukten komme aus Südkorea, Taiwan und China; diese Länder stehen für 80 Prozent der Nachfrage. Da China von diesen drei Ländern die meisten MOCVD-Anlagen installiert hat bzw. installieren wird, erwarten die Marktforscher, dass 2016 allein 45 % der Nachfrage nach MO-Vorprodukten von dort kommen wird.

Der Marktführer bei den Lieferanten der metallorganischen Verbindungen ist das Chemieunternehmen Dow Chemical. Wegen der anhaltenden Nachfrage haben nach den Beobachtungen der Marktforscher von IHS andere Unternehmen in F&E und in Produktionsanlagen investiert, daher wird erwartet, dass in sich den nächsten Jahren auf diesem Markt der Wettbewerb verschärft.