Das Internet der Dinge Lichtsteuerung per Funk und IP-Adresse

Während vor einigen Jahren die Kühlschränke mit Internet-Anschluss noch milde belächelt wurden, rückt das Internet der Dinge immer näher. Die neueste Entwicklung hier ist eine Lichtsteuerung über WLAN.

Unter der Bezeichnung »GreenChip Smart Lighting« stellt der holländische Halbleiterhersteller NXP ein System für die Lichtsteuerung im Haus vor. In dem System hat jede Leuchteneinheit eine individuelle IP-Adresse und wird per WLAN angesteuert. Dazu wird jede Leuchte mit dem dimmbaren Treiberbaustein »Green Chip iCFL« für Kompaktleuchtstofflampen bzw. dem Chipsatz »GreenChip iSSL« für LEDs ausgerüstet.

Für die Einbindung der so ausgestatteten Lampe in ein WLAN-Netzwerk wurde ein mit einer Funkschnittstelle nach dem 2,4-GHz-Standard IEEE 802.15.4 ausgerüsteter Mikrocontroller entwickelt, dessen Stromaufnahme im Sende/Empfangsbetrieb unterhalb von 17 mA liegt. Für Leuchten, die fortlaufend auf Befehle des Benutzers oder des Netzwerkes wird darüber hinaus ein Stand-by-Controller angeboten, der nur 10 mW Leistung aufnimmt.

Als Netzwerk-Protokoll wird die Software JenNet-IP von NXP verwendet, die auf dems 6LoWPAN-Protokoll der IETF aufgebaut ist, das eine effiziente Übertragung von IPv6-Paketen über ein Funknetzwerk möglich macht. Das Netzwerk selbst wird in einer "Mesh under Tree"-Topologie konfigiert, es bietet daher einfachen Zugang zu den einzelnen Knoten (Baum-Struktur) und einen Selbstheilungsmechanismus (Mesh-Struktur). JenNET-IP hat die 128-bit-AES-Verschlüsselungsmechanismen implementiert und hat nach Angaben des Herstellers seine Tauglichkeit schon in Konfigurationen mit mehr als 500 Knoten bewiesen. Das Programm wird im vierten Quartels im Rahmen einer »Open Source«-Lizenz verfügbar gemacht.

Ist ein solches Netzwerk installliert, dann lassen sich die Lampen von einem PC, einem SmartPhone oder auch einem internet-fähigen TV-Gerät aus ein- und ausschalten und dimmen. Zusätzlich können die der Beleuchtungssteuerung dienenden »Smart Controls« mit Sensoren kombiniert werden, so dass die Beleuchtungsstärke den Lichtverhältnissen angepasst werden kann. Andere Smart Controls wiederum können die Beleuchtung automatisch abschalten, wenn sich in einem Raum niemand aufhält.