Forschungsprojekt Kupfer soll OLEDs günstiger machen

Flach, leicht, durchsichtig aber leider sehr teuer. Der Preis ist bisher ein großes Hindernis bei der Verbreitung der OLED.
Flach, leicht, durchsichtig aber leider sehr teuer. Der Preis ist bisher ein großes Hindernis bei der Verbreitung der OLED.

Mit dem Verbundprojekt »cyCESH« wollen die OLED-Materialhersteller Novaled und Cynora sowie die Uni Regensburg günstigere OLEDs herstellen. Kern des Projektes ist es, eine Entwicklung der Uni in die Praxis zu führen.

In der Beleuchtung oder bei großen Displays spielen OLEDs bisher fast keine Rolle. Neben technischen Problemen wie der Lebensdauer sind es vor allem die hohen Kosten, welche die OLED bisher ausbremsen.

Daher fördert der Bund mittlerweile verschiedene Projekte, bei denen Wege gesucht werden, wie die Kosten für die OLEDs gesenkt werden können. Mit »cyCESH« ist jetzt ein neues Projekt dazugekommen, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 6,1 Millionen Euro gefördert wird und für eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegt ist. Projektpartner sind cynora, Novaled und eine Team um Prof. Dr. Hartmut Yersin von der Uni Regensburg.

»cyCESH« setzt dabei bei den Ausgangsmaterialien aber auch bei der Prozesstechnik an. Bei den Materialien haben die Projektpartner die lichtemittierende Schicht der OLEDs im Auge (siehe Bild). Dort befinden sich Moleküle, die mit phosphoreszierenden, metallorganischen Emittern dotiert sind. Dabei kommen allerdings Metalle wie Platin und Iridium zum Einsatz, die recht teuer sind. Außerdem halten US-Unternehmen wichtige Basis-Patente dafür, was natürlich Lizenzgebühren mit sich bringt. Ein Ziel von »cyCESH« ist es daher, diese Metalle mit dem günstigeren Kupfer zu ersetzen. Dafür wurde an der Uni Regensburg ein neues Verfahren entwickelt, das so genannte »Singulett-Harvesting-Verfahren«.

Das zweite Ziel ist es, die teurere Abscheidung der OLED-Schichten per Vakuumverdampfung durch einen günstigeren Druckprozess zu ersetzen.

Die Uni Regensburg ist dabei für die Materialentwicklung zuständig, cynora für die Materialsynthese sowie deren Optimierung und Novaled für die flüssigprozessierbaren Transportschichten.

Am Ende des Projektes in drei Jahren wollen die Projektpartner Demonstratoren mit den von ihnen entwickelten Materialien und Fertigungstechniken vorstellen.