Flexible AMOLED Displays Kooperation für kostengünstigen Massenfertigungsprozess

Um die industrielle Massenfertigung flexibler AMOLED Displays auf Polymersubstrat voran zu treiben, kooperieren FlexEnable und CPT.
Um die industrielle Massenfertigung flexibler AMOLED Displays auf Polymersubstrat voran zu treiben, kooperieren FlexEnable und CPT.

Bei flexiblen AMOLED Displays sind die führenden Anbieter aktuell Samsung und LG. Jetzt haben der LCD Hersteller Chunghwa Pictures Tubes und FlexEnable, einer der führenden Entwickler flexibler Elektronik, eine strategische Partnerschaft geschlossen.

Gemeinsam wollen sie einen Produktionsprozess für die industrietaugliche Massenfertigung flexibler AMOLED (active-matrix organic light-emitting diode) Displays entwerfen – ein Markt, dessen Umsatzvolumen sich bis 2020 auf 16 Mrd. US-Dollar in etwa verzehnfachen soll.

Im Zuge der Kooperation wurden die ersten flexiblen AMOLED Displays bereits produziert. Sie sind 125 Mikrometer dick und arbeiten mit einer Bildfrequenz von 60 Hz. Im Vordergrund stand aber weniger das fertige Display, sondern der Produktionsprozess dahinter. Er basiert zum einen auf FlexEnables Technik zur Herstellung organischer Dünnschichttransistoren (organic thin-film transistor, OTFT) bei niedrigen Temperaturen (<100 °C), der die Verwendung von günstigen Polymersubstraten ermöglicht. Zum anderen brachte Chunghwa Picture Tubes (CPT) seine Erfahrungen im Bereich RGB OLED Technik mit ein.

Die erfolgreiche Produktion habe gezeigt, dass an dem Standard-Equipment eines OLED-Produzenten und den etablierten Herstellungstechniken nur wenige Modifikationen vorgenommen werden müssten, um die Produktion von flexiblen AMOLED Displays zu ermöglichen, erklärte der Vorsitzende von FlexEnable, Indro Mukerjee.

Flexible AMOLED Displays werden aktuell stark nachgefragt, dabei ist Samsung gleichzeitig größter Produzent und größter Kunde. Im Samsung Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge ist jeweils ein flexibles AMOLED Display installiert, das auf einem Polyimid-Substrat produziert wurde. Neben der hohen Kontrastfähigkeit der OLEDs kann über die aktive Steuermatrix eines AMOLEDs jeder Pixel einzeln angesteuert werden. Wird ein Pixel für die aktuelle Bilddarstellung nicht benötigt, kann er gezielt deaktiviert werden, was eine reduzierte Leistungsaufnahme des Displays um bis zu 20 Prozent ermöglicht.