Haptisches Feedback im Automobil Jaguar Land Rover evaluiert die Ultrahaptics-Technik

Bessere Touch Displays in den Autos.
Wie Autofahrer ohne Blickkontakt Touch-Bedienungen nutzen können, wollen Jaguar Land Rover und die Firma Ultrahaptics gemeinsam evaluieren.

In Automobilen werden immer mehr Touch Displays installiert. Das sieht in der Regel gut aus, führt aber auch dazu, dass der Fahrer zur Bedienung den Blick auf die Touch-Bedienung lenken muss.

In Automobilen werden immer mehr Touch Displays installiert. Das sieht in der Regel gut aus, führt aber auch dazu, dass der Fahrer zur Bedienung den Blick auf die Touch-Bedienung lenken muss. Beim 2013 fusionierten Hersteller Jaguar Land Rover denkt man deshalb über einen neuen Ansatz nach. Gemeinsam mit der in Bristol ansässigen Ultrahaptics Ltd. prüft man den Einsatz der gleichnamigen Technik im Automobilbereich.

Mit dem Ultra­haptics-Verfahren lässt sich ein haptisches Feedback in der Hand oder dem Finger erzeugen, ohne dass dazu irgendeine Berührung stattfinden muss. Möglich ist dies mit einem System aus Bewegungssensor und Ultraschallquelle. Über den Bewegungssensor erkennt und verfolgt das System die frei schwebende Hand eines Benutzers und sendet gezielt Schallwellen mit einer Frequenz von 40 kHz auf beispielsweise die Fingerspitze aus. Ohne Blickkontakt merkt der Benutzer, dass die Kommunikation zum Bedienfeld hergestellt ist, kann verschiedene Einstellungen vornehmen, die wieder über ein Ultraschall-Feedback bestätigt werden. Dazu können verschiedene Tasteindrücke simuliert werden, angefangen bei dem eines Schiebereglers bis hin zu Seifenblasen, die an der Hand zerplatzen.

Entwickelt wurde die Ultrahaptics-Technik ursprünglich von Tom Carter an der Bristol University, der das Unternehmen im November 2013 gründete. Im EU-Förderprogramm Horizont 2020 wurden im Juni des laufenden Jahres 1,49 Mio. Euro für Ultrahaptics bewilligt.