Elektronik-Zeitreise Impulsoptische Überholmelder

Die Sicherheit im Straßenverkehr stand in den 1950er-Jahren noch am Anfang. Denn Autos hatten damals nicht einmal Blinker. Eine Diskussion über vielversprechende Überholmelder-Techniken aus dem Jahr 1954.

In den letzten Jahren wurden verschiedene Verfahren vorgeschlagen, die der Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr dienen sollen. Zu ihnen gehören die Überholmelder zur Signalisierung eines zur Überholung ansetzenden Wagens im Fahrerhaus des zu überholenden Lastzuges.

Während die akustischen Überholmelder für eine schnell einführbare Zwischenlösung am geeignetsten erscheinen, weil sie beim überholenden Wagen außer der ohnehin vorhandenen Hupe keine zusätzlichen Einrichtungen erfordern, haben die impulsoptischen Geräte für eine zukünftige gesetzlich fundierte Regelung die größten Aussichten.

Sie setzen zwar besondere Einrichtungen beim überholenden wie beim überholten Wagen voraus, bieten aber dafür einige wesentliche Vorteile, deren wichtigste die größere Ansprechentfernung und die Geräuschlosigkeit sind.

Ein kleiner, aus der Wagenbatterie gespeister Funkeninduktor erregt einen Entladungskreis, dessen Funkenstrecke entweder mit einer Biluxlampe kombiniert ist oder als besondere Edelgasfunkenstrecke mit einem kleinen Reflektor unter dem Scheinwerfer montiert wird.

Unterbrecher und Entladungskreis werden so abgestimmt, daß Lichtblitze von 0,5 bis 1 µs Dauer mit einer Impulsfolgefrequenz von 20 bis 50 Hz erzeugt werden. Wegen der Kürze der Lichtimpulse kann ihre Spitzenhelligkeit so hoch getrieben werden, daß sie der Empfänger einwandfrei von anderen Helligkeitswerten unterscheiden kann, ohne daß das Auge geblendet wird. […]

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