Der Algorithmus muss anpassbar sein Funktionstüchtigkeit von Multitouch Displays ist eine Systemfrage

Bei Veränderungen in Touch Displays ist  die Wiederherstellung der Algorithmen nötig.
Bei Veränderungen in Touch Displays ist die Wiederherstellung der Algorithmen nötig.

Wird ein Element an einem Touch Display verändert, zieht das schnell die Eingabeerkennung in Mitleidenschaft. Die Funktionstüchtigkeit kann durch eine Anpassung im Algorithmus wiederhergestellt werden – wie aufwändig das wird, hängt von der Veränderung ab.

Mit zwei zeitgleich detektierbaren Touch-Punkten fängt es an und kann in Bereiche über vierzig Berührungspunkte gehen: Multitouch Displays. Die Letztgenannten finden ihre Anwendung überwiegend auf großen Displays von 40 Zoll und mehr, an denen mehrere Personen gleichzeitig stehen und Eingaben vornehmen können. Ein Beispiel dafür ist die strategische Einsatzplanung von Rettungsdiensten oder Militär.
Industriell durchgesetzt haben sich aber Multitouch Displays mit deutlich weniger Berührungspunkten. Zwei, um genau zu sein. Zwei Punkte sind für eine Zoom-Funktion ausreichend, allerdings auch dafür, dass die an der Wertschöpfungskette Beteiligten unnötige Fehler machen können. Diese Fehler setzen sich dann auch technologieübergreifend fort. Das ist auch beim Projected Capacity Touch (PCAP) so, das sich derzeit als die populärste Technik durchgesetzt hat. Gerade beim PCAP wirken sich Veränderungen an der Hardware schnell auf die Funktionstüchtigkeit der Touch-Erkennung aus. Um das zu kompensieren, muss sich der Controller-Algorithmus leicht anpassen lassen.

Beim PCAP-Multitouch entscheiden Algorithmus und Rechenleistung
Der Touch ist mit einem Netz von Elektroden mit Feldbeeinflussungseigenschaften überzogen. Die Leitfähigkeit der Elektroden nutzt ein Controller, der diese Elektroden regelmäßig scannt. Bei jeder Berührung wird das elektrische Feld an dieser Stelle verändert. Da der Ist-Zustand bekannt ist, definieren die gemessenen Änderungen am Feld den Befehl an das Display. Wichtig ist daher nicht nur, dass eine Eingabe überhaupt erkannt wird. Der Controller, der das Feld beziehungsweise dessen Veränderung auswertet, muss bei gleichen Berührungen auch immer den gleichen Befehl an das Display senden. Das gilt für die Anzahl der Berührungen ebenso wie für die Richtung oder das Tempo und die Fläche respektive Fingerdruck. Der Algorithmus inklusive Anpassungsfähigkeit und Rechen-Power des Controllers entscheiden daher über Funktionalität und Cleverness der Features und des Sensors. Die Funktionalität hängt aber auch von anderen Aspekten ab.