Seoul Semiconductors Technikvorstand Fokus auf Gehäusetechnik, Effizienz und Lichtqualität

Das nächste Etappenziel im Effizienzrennen der LED-Hersteller lautet 240 Lumen pro Watt. 2020 will Seoul Semiconductor diese Marke erreicht haben.

Dieses Ziel gab Dr. Ki-Bum Nam, Technikvorstand des Unternehmens, auf dem diesjährigen LED professional Symposium (LpS) in Bregenz aus. Aktuell liegt Seoul Semiconductor mit seinem High Power Modell SZ8-Y22 bei rund 210 Lumen pro Watt. Als technischer Hebel für die Effizienzsteigerung bietet sich die Reduktion des thermischen Widerstands zwischen Sperrschicht und der Leiterplatte an. Eine geringere Sperrschichttemperatur führt zu erhöhtem LED-Lichtstrom und entsprechend zu einer höheren Effizienz. Der Weg zu geringerem Wärmewiderstand führt über die Gehäusetechnik.

Auf die hat Seoul Semiconductor – wie auch weitere Hersteller – in jüngster Zeit bereits den Fokus gelegt und Modelle für die Allgemeinbeleuchtung mit geringem thermischem Widerstand (Modell »Wicop«) entwickelt. Das geschah nicht allein zur Effizienzsteigerung der LED, sondern auch zur Kostenreduktion in der Gehäuseherstellung. Die Wicop-Gehäuse kommen ohne Keramiksubstrat und Drahtbonden aus. »Einfach ist in diesem Fall am besten«, sagt Dr. Ki-Bum Nam.

Eine hohe LED-Effizienz geht immer zu Lasten der Lichtqualität. Entsprechend sind Chips mit CRI-Werten über 90 und mit warmweißer Farbtemperatur (etwa 3000 K) eher im Bereich von 150 Lumen pro Watt auf dem Markt zu finden. Diese Grenze wird sich laut dem Technikvorstand nach oben verschieben, da sich die LED-Hersteller nun ihr Augenmerk stärker auf Lichtqualität als auf reine Effizienz richten müssten.