Marktstudie Fernseher treiben Bedarf nach OLED-Materialien

OLED-Fernseher sind bisher ein exotisches Nischenprodukt, von dem auch in absehbarer Zeit keine hohen Stückzahlen verkauft werden. Trotzdem werden sie für ein kontinuierliches und kräftiges Wachstum bei den Ausgangsmaterialien für OLEDs sorgen.

Das Wachstum des Marktes für OLED-Materialien soll bis 2017 durchschnittlich 67 Prozent im Jahr betragen. Das geht aus einer Studie der Marktforscher von NPD DisplaySearch hervor. Der größte Treiber dafür werden große Panels für Fernseher.

So soll das Marktvolumen für organische Materialien, die in OLED-Displays zum Einsatz kommen, in diesem Jahr bei 530 Millionen Dollar liegen. Im Jahr 2017 soll dieser Markt bereits einen Umfang von 3,4 Milliarden Dollar erreichen. Damit steigt die Bedeutung der OLED-Materialen in den nächsten Jahren rasant an, was auch durch die Übernahme von Novaled durch Samsung deutlich wurde.

Nachdem der Materialbedarf für OLED-Displays bisher fast ausschließlich von den Mobiltelefonen kam, soll sich das schnell ändern. Hier treten die Fernseher langsam in Erscheinung, obwohl die Stückzahlen recht niedrig sind. So werden wohl 2014 weniger als eine Million OLED-Fernseher weltweit verkauft und auch 2017 wird diese Zahl bei gerade einmal 10 Millionen liegen. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2013 wurden weltweit knapp 45 Millionen LCD-Fernseher und sogar noch 2 Millionen Röhrenfernseher verkauft. Trotzdem reichen diese geringen Stückzahlen schon aus, um den Materialbedarf in die Höhe zu treiben. Neben der vergleichsweise großen Fläche der OLED-Fernseher, die ja momentan bei 55 Zoll liegt, trägt auch die geringe Ausbeute in der Fertigung dazu bei, welche die Nachfrage ebenfalls erhöht. Dazu kommt ein zunehmender Einsatz von OLED-Displays in Tablet-PCs.

Vom Materialbedarf her, sollen die OLED-Fernseher 2014 schon für 17 Prozent des Marktes stehen, 2016 sollen sie sogar den Bedarf übersteigen, der von Mobiltelefon-Displays ausgeht.