Industrienahe Lichtforschung Erstes Lichtforschungs-Netzwerk gegründet

Luger Research bringt erstmals Universitäten, Forschungslabore und Unternehmen der Beleuchtungsindustrie an einen Tisch. Die Perspektive: Weltweite Technologieführerschaft.

Die Beleuchtungsbranche war lange Zeit sehr innovationsträge. Mit der Einführung der LED-Technik verkürzten sich die Innovationszyklen und dieser Trend wird durch Smart Lighting und Human Centric Lighting sicherlich weitergehen. Über lange Zeit gewachsene Strukturen für ein reibungsloses Überführen der universitären Forschung zur Industriereife gibt es in der Beleuchtungsbranche allerdings noch nicht. Einen Schritt in diese Richtung unternimmt nun das österreichische Institut für Innovation und Technologie Luger Research mit der Gründung des ersten, speziell auf die Forschung ausgerichteten Partnernetzwerks in der Lichtindustrie.

Beitreten können Universitäten, Forschungslabore und Industrieunternehmen, die im Gebiet der Lichtforschung und Beleuchtungstechnik tätig sind. Das Netzwerk soll ihnen einen offenen Informationsaustausch ermöglichen und zu langfristigen Kooperationen zwischen Forschung und Industrie führen, um die Innovationskraft der Branche anzukurbeln.

Erstes Treffen im September 2017

Das erste Treffen findet in Form eines Auftakt-Workshops auf dem diesjährigen LED professional Symposium (LpS) in Bregenz, Österreich, statt. Thematisch teilt sich das Netzwerk in die Bereiche LEDs und OLEDs, Treiber, Wärmemanagement und Zuverlässigkeit, Optiken und Lichtqualität sowie Smart Lighting und IoT. Partnerschaften werden zurzeit vorrangig mit Forschungseinrichtungen aus dem europäischen Raum gesucht. Mittel- bis langfristig, so das Ziel von Luger Research, will man aber zum weltweit führenden Netzwerk für Licht- und Beleuchtungstechnologie werden.

»Wir wollen das Zustandekommen von für beide Seiten vorteilhaften Partnerschaften zwischen der Lichtforschung und der Beleuchtungsindustrie fördern«, sagt die federführende Person hinter dem Netzwerk, Siegfried Luger. Dafür werde sein Institut mit samt den zugehörigen Publikationen als Plattform zum Informationsaustausch fungieren.

Mitglieder Lichtforschungsnetzwerks

Mitglieder des Forschungsnetzwerks sind bisher EVATEG (Istanbul, Türkei), Joanneum Research (Weiz, Österreich), Steinbeis Transferzentrum Beleuchtungsoptik und Lichttechnik (Furtwangen, Deutschland), Holst Centre (Eindhoven, Niederlande), CSEM SA (Muttenz, Schweiz), Insitut für digitale Kommunikation der University of Edinburgh (Edinburgh, Großbritannien), Department of Information Engineering der University of Padova (Padova, Italien) und das KTH Royal Institute of Technology zusammen mit Ausgründung Selitera (Stockholm, Schweden).