Nächstes Großprojekt für Zumtobel Elbphilharmonie ins rechte Licht gesetzt

Vom Problemfall zum respektierten Prachtbau - die Elbphilharmonie in Hamburg.
Vom Problemfall zum respektierten Prachtbau - die Elbphilharmonie in Hamburg.

Die Elbphilharmonie wurde am 11. Januar offiziell eröffnet. Lange Zeit galt sie als »Problembär« öffentlicher Bauprojekte in Deutschland. Die architektonisch anspruchsvolle Umsetzung versöhnte die Hamburger aber wieder mit dem Bau, der mit Beleuchtungstechnik von Zumtobel groß in Szene gesetzt wird.

Die Elbphilharmonie ist nun feierlich eröffnet – sechs Jahre später als geplant und Unsummen teurer als es sich Hamburgs Ex-Bürgermeister Ole von Beust gewünscht hätte, in dessen Amtszeit der Bau und die öffentliche Finanzierung des Projekts beschlossen wurde. Wie hoch die Kosten für die neu geschaffene Heimat von u.a. drei hochmodernen Konzertsälen – im großen Saal mit 2100 Plätzen sorgt eine Wandverkleidung aus etwa zehntausend individuell gefrästen Gipsfaserplatten für eine optimale Schallstreuung – genau sind, darüber wird auch heute noch eifrig spekuliert. Die offizielle Summe von 866 Mio. Euro reicht laut dem Handelsblatt aber in jedem Fall für Platz zwölf der teuersten Gebäude der Welt. Spektakulär anzuschauen ist der zeltartige Glasbau, der auf über tausend Stahlbetonpfeilern an der Stelle eines ehemaligen Speichers mit Backsteinfassade errichtet wurde, aber schon – und das auch von innen. Die Technik für die Innenbeleuchtung stammt vom österreichischen Leuchtenentwickler Zumtobel, der bereits einige Erfahrung mit Beleuchtungs-Großprojekten gesammelt hat.

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Innenbeleuchtung der Elbphilharmonie

Zumtobel hat zahlreiche Sonderanfertigungen zur Innenbeleuchtung des aufsehenerregenden Bauwerks entwickelt.

Im großen Konzertsaal sind über 1200 dimmbare und flimmerfreie LED-Sonderleuchten mit kugelförmigem Glaskörper montiert, die blasenförmig aus der Akustik-Haut herausragen. Die LEDs der Leuchten erzeugen Licht mit einer Farbtemperatur von 2700 K und sind für den Betrachter unsichtbar in der Decke versenkt, sodass er im eingeschalteten Zustand nur die lichtgefüllten Glaskörper wahrnimmt. Die Ansteuerung der Leuchten erfolgt über DMX. Das Licht im Foyer und der Garderobe wird mit über 750 Hybridleuchten erzeugt, die aus jeweils einer handgefertigten Leuchtstoffröhre und einem RGB LED-Modul bestehen. Die Leuchtstoffröhre dient der Allgemeinbeleuchtung, das LED-Modul mit einstellbarer Farbtemperatur ist für eine optionale Effektbeleuchtung gedacht. Beide werden über eine DALI-Schnittstelle unabhängig voneinander gesteuert.

Im Plaza – der Aussichtsplattform innerhalb der Elbphilharmonie – haben die Österreicher dimmbare Kugelleuchten mit 3000 K Farbtemperatur montiert, die ebenfalls über DALI angesteuert werden. Neben den Sonderanfertigungen wurden auch verschiedene Serienprodukte von Zumtobel in anderen Teilen des Gebäudes montiert, die mit dem Lichtmanagementsystem Litecom verbunden sind.