Beleuchtungstechnik Ein IC für die universelle Lichtsteuerung

Mit dem Controller STLUX385 lassen sich alle gängigen Lichtquellen ansteuern.

STMicroelectronics hat mit dem STLUX385 ein IC herausgebracht, mit dem sich sämtlich Lichtquellen - von der LED über die Leuchtstofflampe bis zur Hochdruckgasentladungslampe - ansteuern lassen.

Der Baustein STLUX385 integriert auf dem Chip einen Mikroprozessor-Kern des Typs STM8 mit spezifischen Peripherie-Baugruppen, die das Design der Stromversorgung eines der genannten Leuchtmittelund ihrer digitalen Steuerung erheblich vereinfachen.

In Abhängigkeit von dem gewählten Leuchtmittel weisen die Eingangsspannungsquelle (AC oder DC), die Schaltungstechnik für das Dimmen, die Vorkehrungen für die Sicherheit sowie die Auslegung auf hohe Lebensdauer erhebliche Unterschiede auf. Diese unterschiedlichen Leuchtmittel lassen sich nun mit einem programmierbaren Chip ansteuern.

Der integrierte Baustein STLUX385 erreicht dies durch die Integration von sechs speziell entwickelten Peripheriebaugruppen, die sogenannten SMED (State Machine - Event Driven). Die sind über eine programmierbare Schaltmatrix miteinander verschaltet und können auf diese Weise die Leistung steuern, mit der die Leuchtmittel betrieben werden.

Weiterhin können die SMEDs externe Signale verarbeiten, etwa das Ein- und Ausschalten des Lichts oder die Einstellung des Dimm-Pegels. Zudem werden binäre Eingänge wie Diagnose-Signale von einer Kurzschluss-/Drahtbruch-Erkennung oder auch analoge Sensor-Signale, etwa für die Realisierung der Adaption an das Umgebungslicht, verarbeitet. Der Chip integriert darüber hinaus eine DALI-Schnittstelle (Digital Adressable Lighting Interface).

 

Technische Daten

  • Sechs konfigurierbare PWM-Ausgänge mit einer Auflösung von 10,4 ns, die von ereignisgesteuerten Zustandsautomaten (SMED) angesteuert werden.
  • DALI-Hardware-Schnittstelle (Slave)
  • Betriebstemperaturbereich: -40 °C bis 105 °C
  • vier analoge Komparatoren, synchronisiert auf ein 96-MHz-Taktsignal
  • sechs digitale Eingänge, synchronisiert auf ein 96-MHz-Taktsignal
  • STM8-Prozessor-Kern, mit 20-MHz getaktet
  • 10-bit-A/D-Wandler mit acht Eingangskanälen und programmierbarer Verstärkung
  • Versorgungsgleichspannung: 3 V bis 5,5 V