OLED-Displays Der gebogene Fernseher ist da

Der gebogene OLED-Fernseher soll ab Mai in die Geschäfte kommen - zumindest in Südkorea.
Der gebogene OLED-Fernseher soll ab Mai in die Geschäfte kommen - zumindest in Südkorea.

Ab Mai will LG Fernseher mit einem gebogenen OLED-Display ausliefern. Zunächst ist das auf Südkorea beschränkt aber weitere Länder könnten bald folgen. Mit der Ankündigung kommt LG seinem Rivalen Samsung zuvor.

Der koreanische LG-Konzern hat angekündigt, seinen gebogenen OLED-Fernseher ab Mai auszuliefern. Das rund 13.500 Dollar teure Gerät soll es zunächst nur in koreanischen Geschäften geben.

Der Fernseher mit der Bezeichnung EA9800 wurde angeblich 5 Jahre lang entwickelt. Durch das gebogene Display soll jeder Punkt auf dem Bildschirm immer gleich weit vom Auge des Zuschauers entfernt sein. Der Fernseher ist gerade einmal 4,3 mm dünn und wiegt 17 kg. Zum Einsatz kommt dabei die WRGB-Technik, bei neben drei RGB-Pixeln ein zusätzliches weißes Subpixel verwendet wird. Das erhöht die Farbgenauigkeit im Vergleich zu reinen RGB-OLED-Displays.

Der kommerzielle Erfolg wird sich angesichts des Preises wohl in Grenzen halten allerdings dürfte es LG eher darum, technologische Stärke bei den OLED-Fernsehern zu demonstrieren. Neben LG dürfte derzeit nur Samsung in der Lage sein, OLED-Fernseher in Serie herzustellen. Beide Unternehmen setzen auf diese Technik als Nachfolger für den LCD-Fernseher und streiten sich um die technische Vorherrschaft. So hatten sowohl LG als auch Samsung auf der Konsumelektronik-Messe CES in Las Vegas einen gebogenen OLED-Fernseher vorgestellt. Dazu kommt, dass sich beide Unternehmen Patenrechtsverletzungen und sogar Diebstahl vorwerfen.

Erst im Februar hatte LG eigenen Angaben zufolge damit begonnen, OLED-Fernseher für rund 11.000 Dollar auszuliefern. In den nächsten Monat will LG auch bekannt geben, wann es den gebogenen Fernseher auch außerhalb Koreas geben wird.