Elektronik lighting congress 2015 Beleuchtungsindustrie muss Ausmaß von IoT verstehen

In der Keynote ging Dr. Harald Pier auf einen Schwachpunkt heutiger LEDs ein - die relativ geringe Lichtausbeute pro Austrittsfläche.

Auf dem diesjährigen Elektronik lighting congress am 7. Mai in München standen Grenzbereiche heutiger LEDs im Fokus. Was noch fehlt, sind Hochleistungs-LEDs zur Stadionbeleuchtung, die Einigung auf einen Funkprotokoll-Standard und die „vollständige Anpassung an IoT“.

Ungefähr 250 Teilnehmer, Referenten und Aussteller fanden sich im Münchener Holiday Inn Hotel ein, um den diesjährigen Elektronik lighting congress und das ebenfalls von WEKA Fachmedien ausgerichtete Entwicklerforum HMI - Komponenten & Lösungen zu besuchen. Der Elektronik lighting congress bot den Teilnehmern Gelegenheit, sich über die aktuelle LED-Technik sowie Entwicklungstrends zu informieren. In den insgesamt sechs Sessions ging es unter anderem um die Themen Smart Lighting, Automotive und Innovation.

Die nächste digitale Revolution?

In seinem Vortrag „the next digital revolution“ ging Carsten Möllers, Diplom-Kaufmann bei Abalight Lichtinnovationen, auf das Thema Internet der Dinge (IoT) ein. Aus seiner Sicht liege hier die digitale Revolution des 21. Jahrhunderts, auf die sich Beleuchtungshersteller vorbereiten müssten. „Wir werden nicht an einer kompletten Anpassung an IoT vorbei kommen“, betonte Möllers. Während man in der Automatisierung von Fertigungsprozessen an smart Objects arbeite, die komplexe Skripte verarbeiten könnten (Intelligenzlevel 4), könnten smarte Leuchtmittel heute in der Regel einmal vorprogrammierte Instruktionen ausführen (Level1). Außerdem sei die Anpassung an einen IP-Standard mit größerem Adressraum (IPv6) nötig und die Konzeption von dezentralen Organisationsstrukturen für die smarten Leuchtmittel. Insbesondere müsse man sich auf einen Standard bei den Funkprotokollen einigen.