LEDs statt Leuchtstoffröhren Allianz Arena mit neuer LED-Beleuchtung von Philips

Das Lebensende der Leuchtstoffröhren von Osram ist nach gut zehn Jahren erreicht - jetzt wurden, innerhalb von 100 Tagen, neue LED-Leuchten von Philips in der Beleuchtungsanlage der Allianz Arena installiert.
Das Lebensende der Leuchtstoffröhren von Osram ist nach gut zehn Jahren erreicht - jetzt wurden, innerhalb von 100 Tagen, neue LED-Leuchten von Philips in der Beleuchtungsanlage der Allianz Arena installiert.

Die FC Bayern AG setzt ab sofort nicht mehr auf Leuchtstoffröhren von Osram, sondern auf LEDs von Philips. Am 12. August wurde die umgerüstete und erweiterte Beleuchtung der Allianz Arena zum ersten Mal demonstriert.

Die Leuchtfläche der Allianz Arena beträgt in etwa 26.000 Quadratmeter und trug bisher die drei Farben Rot, Blau und Weiß. Zum St. Patricks Day durfte es zur Ausnahme auch einmal Grün sein. Nach der jetzt abgeschlossenen Umrüstung, die innerhalb von 100 Tagen im laufenden Betrieb durchgeführt wurde, sind prinzipiell 16 Mio. Farben auf den 1056 Luftkissen darstellbar. Außerdem sind mit den mehr als 300.000 LEDs nun Farbverläufe innerhalb der einzelnen Kissen möglich, sodass ein Luftkissen nicht mehr das kleinstmögliche Pixel darstellt.

Industriekletterer

Als besondere Herausforderung bei der Umsetzung des individuell für den FC Bayern entwickelten Beleuchtungssystems stellte sich nicht allein die Projektgröße heraus. Der Geschäftsführer von Philips Lighting in DACH, Roger Karner, hob in der Pressekonferenz die Arbeit der zahlreichen Industriekletterer hervor, die innerhalb der Membran in bis zu 25 Metern Höhe den Austausch der 3,5 Meter langen Leuchtstoffröhrenbehälter gegen die deutlich kleineren ColorGraze LED-Leuchten von Philips vornahmen.

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Mehr Farben für die Allianz Arena

Der offizielle Lichtpartner des FC Bayerns, Philips, lässt die Allianz Arena in neuem Licht erstrahlen.

Die Allianz Arena liegt direkt am Autobahnkreuz München-Nord, in dem sich die A9 und die A99 treffen. Aufgrund der dynamischen Arenabeleuchtung kam es kurz nach der Einweihung im Jahr 2005 zu einem erhöhten Unfallaufkommen und man einigte sich darauf, dass ein Farbwechsel lediglich alle 30 Minuten stattfinden solle. Diese behördliche Regelung spielte auch eine große Rolle bei der aktuellen Umrüstung. „Man muss klar zwischen den technischen Möglichkeiten und den Kundenwünschen unterscheiden“, sagte Karner in diesem Zusammenhang und machte deutlich, dass man bewusst nicht das volle Spektrum der Beleuchtungsmöglichkeiten ausschöpfe. Jürgen Muth, Geschäftsführer der Allianz Arena, erklärte, dass man sich der besonderen Lage der Arena bewusst sei und die Sicherheit der vorbeifahrenden Menschen natürlich die höchste Priorität habe.

Mögliches Folgeprojekt

Die Umrüstung ist Teil einer strategischen Partnerschaft zwischen Philips Lighting und dem FC Bayern München. Ein mögliches Folgeprojekt könnte die Umstellung der Flutlichtanlagen auf LEDs von Philips sein. Von beiden Seiten gebe es Interesse für ein solches Projekt, wie der stellverstrenende Vorsitzende des FC Bayern, Andreas Jung, und Roger Karner erklärten. Von Seiten der Bayern wolle man zunächst auf weitere Erfahrungswerte des FC Chelsea warten. Der Verein hatte sich 2014 als erster Spitzenclub für eine LED-Stadionbeleuchtung entschieden – umgesetzt und betreut wird das Projekt von Philips.

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