Neuheit auf der CES 56-Zoll-OLED-Display mit 3.840 x 2.160 Pixeln

Panasonic zeigt auf der CES den Prototypen eines 4K-OLED-Displays mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln, bei dem die Sub-Pixel aus organischen Materialien im Druckverfahren aufgebracht wurden. Die Bildschirmdiagonale liegt bei stattlichen 142 cm bzw. 56 Zoll. Der Prototyp zeigt auch, dass die japanischen Hersteller in diesem Bereich schnell aufholen wollen.

Panasonic sieht die ausschließlich im Druckverfahren hergestellten OLED-Displays als Option für die nächste Display-Generation. Das Unternehmen erforscht und entwickelt die OLED-Technologie in eigener Regie. Dabei fließen auch die Erfahrungen und das Know-how aus der Herstellung von Plasma- und LC-Displays ein.

Das für die Massenproduktion geeignete Druckverfahren zur Herstellung von OLED-Displays wurde in Zusammenarbeit mit Sony entwickelt. Die TFT-Substrate (Thin Film Transistor)  für den gezeigten Prototypen hat Sony geliefert.

Bei der von Panasonic entwickelten Methode kann für die Erstellung der Elektrolumineszenz-Schicht für alle Panel-Größen der gleiche Druckkopf verwendet werden. Der Prozess ist vergleichsweise einfach; es ist kein Vakuum erforderlich und es treten keine hohen Temperaturen auf. Der entwickelte Prozess ermöglicht eine nach Farben getrennte und dabei gleichmäßige Aufbringung der RGB-OLED-Materialien auch auf großen Substraten.

Wegen der individuellen "Herstellung" der roten, grünen und blauen organischen Leuchtmaterialien für jedes Sub-Pixel und das nachgeschaltete Farbfilter wird eine hohe Qualität bei der Reproduktion der Farben auch für das 56-Zoll-OLED-Panel erreicht.

Die oberflächenemittierenden OLED-Subpixel und die transparente Katode sind die Voraussetzungen für die Realisierung des großen Betrachtungswinkels.

Mit Panasonic und Sony haben auf der CES in Las Vegas erstmals japanische Hersteller OLED-Fernseher gezeigt. Im Sommer 2012 hatten die beiden Unternehmen bekannt gegeben, gemeinsam OLED-Fernseher entwickeln zu wollen und damit den koreanischen Herstellern Konkurrenz zu machen, die bisher allein an dieser Technik gearbeitet haben.