Telemedizinische Überwachung Monitoring für Herzpatienten

Im europäischen Forschungsprojekt HeartCycle sollen Systeme zur telemedizinischen Überwachung entwickelt werden, um die Lebensbedingungen für Patienten mit Herzerkrankungen zu verbessern.

Durch Geräte, die den Zustand des Patienten laufend überwachen können die Möglichkeiten zur selbstständigen Lebensführung erweitert und die Behandlungskosten gesenkt werden. Das Projekte HeartCycle steht unter Federführung von Philips und wird von der EU finanziert.

Der Schweizer Forschungsgesellschaft CSEM (Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique) wurde die Federführung des Forschungsmoduls »Sensoren und Extraktion von Parametern« übertragen. Hier werden auch Sensoren entwickelt, die sich in unauffälliger Weise in Alltagsgegenstände wie Kleidung, Möbel und Elektrogeräte integrieren lassen.

Mit dem Gesamtprojekt sollen der telemedizinischen Betreuung neue Möglichkeiten eröffnet werden. Bei einer laufenden Übermittlung der kritischen Patientendaten –  Blutdruck, Puls, Sauerstoffgehalt etc. -- könnten etwa die Notdienste im Falle einer Krise rascher intervenieren. Zudem kann der Arzt auf Grundlage der Kenndaten-Histogramme die Therapie individuell anpassen und optimieren.

In Europa führen Herzerkrankungen jährlich bei etwa 1,9 Mio. Menschen zum Tode. Die direkten Kosten, die durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen, werden auf 105 Mrd. Euro geschätzt. Heute stellen die koronaren Herzerkrankungen den häufigsten Grund für eine Krankenhauseinweisung dar; in Europa sind davon 10 Mio. Personen betroffen. Die Behandlung hat zum Ziel, die Entwicklung einer andauernden Herzinsuffizienz zu vermeiden. Der Erfolg der Standard-Therapie beruht allerdings darauf, dass die Patienten bei der Einhaltung der verordneten Behandlung mitwirken.