NI Technologieausblick 2015 Wie testen wir in drei Jahren?

Der »Technologieausblick 2015« von NI stellt die neuesten Entwicklungen und Trends der Prüftechnikbranche vor.
Der »Technologieausblick 2015« von NI stellt die neuesten Entwicklungen und Trends der Prüftechnikbranche vor.

Neue Techniken und optimierte Vorgehensweisen können insbesondere im Prüfbereich zu Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen führen. Um Firmen bei der Anwendung und Planung zu unterstützen, stellt National Instruments den »Technologieausblick 2015 - Automatisiertes Testen« vor.

National Instruments (NI) hat den »Technologieausblick 2015« zum Thema automatisiertes Testen veröffentlicht. Darin werden Trends und Entwicklungen der Branche vorgestellt und erläutert.

Die vorgestellten Daten stammen aus Befragungen, die NI bei Kunden und Zulieferern durchgeführt hat. Auch die Forschung- und Entwicklungsarbeit des Konzerns selbst, sowie von Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit fließen in den Technologieausblick ein.

In diesem Jahr widmet sich der Ausblick unter anderem dem »hybriden Ansatz«: Grundsätzlich haben Testabteilungen zwei Möglichkeiten: Sie können automatisierte Testsysteme kaufen oder selbst entwickeln. Doch neue Entwicklungen erlauben auch einen Mittelweg: Mitthilfe von modularen Testsystemen können Anwender fertige Testsysteme nutzen und an ihre Bedürfnisse anpassen.

Ein eigenes Testsystem zu entwickeln lohnt sich nur für Firmen, die sich den langen Vorlauf leisten können und über das nötige Fachwissen verfügen. Die meisten Firmen erwerben daher handelsübliche Testsysteme und bekommen damit auch den Support des Anbieters. Oft sind jedoch solche Systeme überdimensioniert und kosten dementsprechend viel. Der Amortisierungszeitraum kann den Lebenszyklus heutiger Produkte überschreiten.

Beim hybriden Ansatz muss kein überdimensioniertes Testsystem gekauft werden, sondern nur die wirklich benötigten Teile. Bei der Entwicklung neuer Produkte muss kein neues Testsystem gekauft werden, sondern nur einige neue Module. Einzelne Module können selbst entwickelt werden, bei deutlich kleinerem Zeitaufwand als bei einem kompletten System.

Von Multi-Core zu Many-Core-Prozessoren

Ein weiterer Aspekt des Technologieausblicks sind die Entwicklungen der Prozessoren. Da die sich die Taktfrequenzen von CPUs fast nicht mehr weiter entwickeln, wird die Rechenleistung inzwischen über die Anzahl der verwendeten Prozesskerne gesteigert.

Auch in der Testbranche kommt dieser Trend an. Um die Prüfzeiten zu senken, wurden bisher immer schnellere Prozessoren eingesetzt. Nun werden mehr Prozessorkerne verwendet. Dadurch entstehen neue Aufgaben für die Entwickler, denn die Aufgaben müssen geschickt auf die verschiedenen Kerne aufgeteilt werden, um das Potential voll ausnutzen zu können. Beispielsweise können mehrere Prüflinge parallel getestet werden, die Daten jedes Prüflings werden von einem anderen Kern verarbeitet. Doch Tests werden noch effektiver, wenn die Daten aufgeteilt und mehrere Datenblöcke parallel analysiert werden. Hinterher müssen zwar die verschiedenen Ergebnisse wieder aufwendig zusammengefügt werden, doch kann trotzdem Rechenzeit eingespart werden.

Der Technologieausblick 2015 kann bei National Instruments heruntergeladen werden.