MEMS, Sensoren und Bildverarbeitung Vom IoT bis zur Virtual Reality

Ca. 370 Teilnehmer waren nach Grenoble gekommen, um sich in den Vorträgen über MEMS, Sensoren und Bildverarbeitung zu informieren.
Ca. 370 Teilnehmer waren nach Grenoble gekommen, um sich in den Vorträgen über MEMS, Sensoren und Bildverarbeitung zu informieren.

Vom 20. bis 22. September veranstaltete der Verband SEMI zeitgleich den »European MEMS&Sensors Summit« und den »European Imaging&Sensors Summit«. Ungefähr 370 Teilnehmer kamen nach Grenoble in Frankreich, um sich über die neuesten Trends und Technologien zu informieren.

Insgesamt fast 50 Vorträge und eine kleine Tisch-Messe boten den Interessierten die Möglichkeit sich in den Bereichen MEMS, Sensoren und Bildverarbeitung auf den neuesten Stand zu bringen. SEMI und die MEMS & Sensors Industry Group (MSIG) hatten hochkarätige Firmen und Institute auf die Veranstaltung geholt. Auf der Seite der Sensor-Hersteller gab es unter anderem Vorträge von STMicroelectronics, Bosch Sensortec, Infineon oder ams. Die Anwenderseite wurde beispielsweise von LG Electronics, Airbus und Oculus Research vertreten. Mehrere Fraunhofer-Institute und das französische Cea-Leti repräsentierten die Forschung.

Autonomes Fahren

Das autonome Fahren ist natürlich auch ein großes Thema sowohl für MEMS- als auch Bildsensoren. Das zeigte zum Beispiel der Vortrag von Tommi Vilenius. Er ist Senior Manager für den Bereich Automotive Business Development bei Murata und sprach über den Nutzen von Inertialsensoren für autonomes Fahren. Ein Beispiel dafür ist eine präzise Richtungserkennung auch schon bei kleinen Geschwindigkeiten. Aber generell wird durch den Einsatz von zusätzlichen Inertialsensoren eine präzisere Positionierung ermöglicht, denn die Genauigkeit von GPS und ähnlichen Systemen reicht in bestimmten Situationen nicht für autonomes Fahren aus.

Zu diesen Situationen gehören Kreisverkehre. Mit diesen kann laut Vilenius beispielsweise Teslas »Autopilot« nicht umgehen: Er fordert den Fahrer kurz vorher auf, die Kontrolle zu übernehmen. Durch den Einsatz von Inertialsensoren könnte diese Situation verbessert werden. In Testfahrten (Bild 1) erreichte Murata mit den eigenen Inertialsensoren eine Genauigkeit von 30-50 cm, auch wenn der GPS-Empfang kurzzeitig unterbrochen war.