Smart-Metering-System Stromverbrauch im Sekunden-Takt am Bildschirm

Das Smart-Metering-System VSM-100 kann in jeder Elektro-Installation nachgerüstet werden und liefert am PC-Bildschirm im Sekundentakt genaue Verbrauchsdaten.

Der gute, alte Stromzähler, der einmal im Jahr abgelesen wird, ist nicht mehr zeitgemäß. Deshalb werden auch Smart-Metering-Systeme demnächst für Neubauten zur Pflicht. Doch auch bestehende Elektro-Installationen sind recht gut nachrüstbar: Per Funk weiß man dann jederzeit über den Verbrauch und die CO2-Bilanz Bescheid.

Umweltbewusste Verbraucher möchten zu jedem Zeitpunkt wissen, wie groß in ihrem Haushalt der Bedarf an elektrischer Energie ist. Und das nicht nur in Form von Kilowattstunden, sondern auch in Euro sowie in Form einer Ökobilanz, d. h. als CO2-Belastung der Umwelt. Diese Informationen und sogar Prognosen für den zukünftigen Verbrauch liefert ein intelligentes Stromzähler-System (Smart Meter), das bei Conrad Electronic (ab ca. Nov., 199 Euro, Best.-Nr.: 12 54 41-7F) im Vertriebsprogramm zu finden ist.

Das System nennt sich VSM-100, und es besteht aus zwei  Haupt-Komponenten: dem elektronischen Zähler und einem Funk-Gateway. Beide ersetzen natürlich nicht den Stromzähler des Energieversorgers und müssen von einer Fachkraft eingebaut werden.

Der Zähler wird direkt in der Elektroverteilung hinter dem Stromzähler des Energieversorgers installiert. Hierfür ist auf der Hutschiene lediglich Platz für das 180 mm (10 TE) breite Gerät erforderlich. Am Zähler ist über ein RJ-11-Kabel das Gateway angeschlossen. Dieses funkt die Daten im 868-MHz-Band an einen USB-Funkstick, der seinerseits an einen handelsüblichen Computer oder Laptop angeschlossen ist.

Die auf dem PC arbeitende Auswerte-Software zeigt Stromverbrauch und -kosten in Echtzeit in einem Diagramm auf dem Bildschirm an. Dazu misst die Zählereinheit im Sekunden-Takt die aktuelle Leistung. Die Auswertung ist zwischen elektrischer Energie (in kWh) und Kosten (in Euro) umschaltbar. Über die Zeiträume Jahr, Monat, Woche, Tag oder Stunde ergibt sich so ein Verbrauchs- und Kostenprofil.

Jede Ansicht kann auch  in den Vergleichs-Modus umgeschaltet werden, der die Entwicklung der Werte seit dem vorherigen Zeitraum zeigt.

Für das aktuelle Jahr erfolgt eine Differenz-Darstellung bezogen auf die aktuellen Abschlagszahlungen. Hiermit lässt sich schon frühzeitig erkennen, ob bei der Jahresabrechnung mit Nachzahlungen zu rechnen ist.  

Darüber hinaus ist die Hochrechung des zu erwartenden Energiebedarfs für den Rest des Jahres in der Jahresansicht (Monate) auf Basis des Standard-Last-Profils möglich.

Interessant ist nicht zuletzt die Darstellung der Öko-Bilanz in Form der CO2-Belastung. Und Besitzer einer Photovoltaik-Anlage können auch die eingespeiste Energie messen und die Leistung (in kWh oder Euro) anzeigen lassen.