Bidirektionale Windpark-Zertifizierung Sicher bei Hochspannung und rauem Wetter

Offshore Windparks bieten viele Möglichkeiten, stellen aber auch Herausforderungen an die Techniker.
Offshore Windparks bieten viele Möglichkeiten, stellen aber auch Herausforderungen an die Techniker.

Die bidirektionale Zertifizierung von neuen Windpark-Installationen stellt Techniker vor große Herausforderungen, angesichts der durch Wetter und Hochspannung bedingten Risiken. Techniker von Twistnet nutzten deshalb nun die SmartLoop-Technologie von Fluke Networks.

Windpark-Anlagen vermehren sich weltweit exponentiell und Offshore-Windparks bieten eine attraktive Lage zur Erzeugung von Energie, besonders in der stürmischen Nordsee vor der Ostküste von Großbritannien. Offshore-Windparks sind jedoch auch eine komplexe und anspruchsvolle Konstruktion und mit Kabelinstallationsprojekten verbunden, bei denen das Wetter und die hohe Spannung signifikante Risikofaktoren darstellen, die die Auftragnehmer bei der Arbeit an Projekten in Betracht ziehen müssen.

Bei einem großen Projekt wurde Twistnet Communications für Test- und Zertifizierungsdienste hinzugezogen, für die ein Techniker Verbindungen in einer Hochspannungs-Schaltanlage bidirektional testen musste. In den Schaltanlagen werden alle Kommunikations- und elektrischen Kabel von den Windturbinen in einer Onshore-Anlage zusammengeführt. Die Risiken für die Techniker sind signifikant.

Damit ein Techniker von Twistnet Communications Testarbeiten in der Schaltanlage durchführen könnte, müsste dieser ein komplettes Einführungsprogramm für Health and Safety (H&S) absolvieren, das mindestens £500,00 pro Person für die Zertifizierung kosten kann und einen ganzen Tag in Anspruch nimmt.

Bei dem Windpark-Projekt musste Twistnet Communications mehr als 400 Verbindungen bidirektional testen. In der Vergangenheit war die richtige Methode, die Glasfaser an einem Ende zu testen und dann den OTDR-Tester zum anderen Ende zu bringen und von dort jede Verbindung zu testen. Das war zeitraubend und kostspielig.

SmartLoop für bidirektionale Messungen an einem Ende

Mit der SmartLoop-Testfunktion für die OptiFiber Pro OTDRs von Fluke Networks ließ sich die Prüfzeit deutlich senken: Benutzer können zwei Fasern gleichzeitig von einem Ende aus mit sofortigen bidirektionalen Mittelwertergebnissen prüfen, wie sie von der Norm »Telecommunications Industry Associations Optical Fiber Cabling Component Standard« (TIA-568.3-D) erfordert werden. Die Benutzer müssen also den OTDR nicht mehr zum anderen Ende der Verbindung zu bringen, um bidirektionale Tests auszuführen.

Neben der Verringerung der Prüfzeit kann dadurch auch die Sicherheit erhöht werden. Insgesamt werden dadurch die Kosten des Projekts gesenkt.

Vor allem aber kann die Zertifizierung sehr viel leichter durchgeführt werden. So konnte Twistnet Communications für das Projekt einen Windpark-Techniker leihen, der einen eignen Techniker innerhalb der Schaltanlage ersetzen konnte. So musste kein Twistnet-Techniker extra geschult werden.

Twistnet Communications gab dem Windpark-Techniker einen Schnellkurs über die Installation einer Loopback-Leitung und die Voraussetzungen zum bidirektionalen Testen jeder Verbindung. Per Funksprechgerät leitete dann der Twistnet-Techniker den Windpark-Techniker durch das Umsetzen der Leitung und die bidirektionale Prüfung jeder Verbindung. Alles in allem konnten dadurch vier Arbeitstage und mehr als £ 2000 gespart werden.