Elektronik-Zeitreise Prüfgerät für Datenübertragungs-Einrichtungen

Zur Steuerung integriert der Analysator zwei Z-80-Mikroprozessoren.
Zur Steuerung integriert der Analysator zwei Z-80-Mikroprozessoren.

Das Datenübertragungs-Prüfgerät aus dem Jahr 1979 war für die damalige Zeit überaus fortschrittlich. Es konnte Datenübertragungen bis 128 kbit/s in beide Richtungen analysieren. Der stolze Preis: 65.000 DM.

Wohl ohne Konkurrenz auf dem Markt ist zur Zeit das Datenübertragungs-Prüfgerät TE 92, vor kurzem vorgestellt von der Firma Tekelec Airtronic. Es wurde entwickelt zur Prüfung von Datenübertragungseinrichtungen (Paketvermittlungsnetzen) und verarbeitet die verschiedenen Ebenen des vom CCITT definierten Leistungsprotokoll X25.

Das Gerät zeigt den Zustand einer Verbindung (Schnittstelle V24 – V35) an, durch die es an die Übertragungsleitung angeschlossen wird. Es kann ebenfalls zur Steuerung von Fernschleifen für Wartungszwecke Verwendung finden. Auf Rahmenebene kann das Gerät Übertragungsverfahren wie HDLC, BSC und ECMA berücksichtigen.

Auf Paketebene prüft es bis zu acht gleichzeitige virtuelle Verbindungen nach dem Protokoll X25, wobei sieben physikalische Einheiten auf Datenebene des Benutzers gehandhabt werden.

Fiktive oder kommentarlose Anzeige

Als Analysator kann das TE 92 entweder mit fiktiver oder kommentarloser Anzeige – das heißt unter Berücksichtigung und Auswertung des Protokolls oder nicht – eine Übertragung analysieren, die mit einem Informationsfluß von über 128 kbit/s in Vollduplex durchgeführt wird. In der Simulationsart kann das Gerät entweder die Rolle eines Terminals gegenüber einem Netz übernehmen oder ein Netz gegenüber einem Terminal simulieren, das z.B. vor Anschluß getestet werden soll.

Das TE 92 kann bis zu acht gleichzeitige Verbindungen herstellen, erhalten und unterbrechen, Fehler einführen, um Detektions- und Aufnahmevorrichtungen des entgegengesetzten Teils zu überprüfen. Die Steuerung wird von zwei Mikroprozessoren vom Typ Z 80 vorgenommen. Die Analysenergebnisse können auf einem Bildschirm zur Anzeige gebracht oder auf dem eingebauten Floppy-Disk gespeichert werden.

Die Software besteht aus zwei Teilen, von denen der eine in einem PROM gespeichert ist (Autotest, Dialog, Monitor, Floppy-Disk-Steuerung, Datenerfassung und -analyse); die überigen Programme laufen jeweils über Floppy-Disk. Das Prüfgerät kostet ungefähr 65.000 DM.

Hersteller: Tekelec-Airtronic, München

 

 

Elektronik-Zeitreise
Elektronik-ZeitreiseDie Elektronik wird 65 Jahre – der perfekte Moment, um eine kleine Elektronik-Zeitreise zu beginnen: Wir haben in unserem Archiv geschmökert und bahnbrechende Neuigkeiten der vergangenen 65 Jahre entdeckt. Erleben Sie in unserer Elektronik-Zeitreise revolutionäre Neuigkeiten der vergangenen Jahrzehnte – gerne mit einem Schmunzeln.