Messtechnik-Labor-Stromversorgungen Optimales Preis/Leistungs-Verhältnis für Labor-Netzteile

Der Leiter des Messtechnik-Geschäftsbereiches von Rohde & Schwarz, Roland Steffen (rechts)  – hier im Gespräch mit Elektronik-Redakteur Wolfgang Hascher: „Unsere traditionellen HF-Kunden möchten in zunehmendem Maße auch Labornetzgeräte von uns, was uns darin bestärkt, unser Portfolio an Netzgeräten stetig zu vergrößern.“
Der Leiter des Messtechnik-Geschäftsbereiches von Rohde & Schwarz, Roland Steffen (rechts) – hier im Gespräch mit Elektronik-Redakteur Wolfgang Hascher: „Unsere traditionellen HF-Kunden möchten in zunehmendem Maße auch Labornetzgeräte von uns, was uns darin bestärkt, unser Portfolio an Netzgeräten stetig zu vergrößern.“

Die neuen Labor-Netzteile der Serie HMC804x wurden von der Firma Hameg entwickelt, einem in der Branche eigentlich sehr stark mit der Oszilloskop-Technik assoziierten Hersteller, der ja bekanntermaßen seit fast zehn Jahren unter dem Dach von Rohde & Schwarz arbeitet. Das stellt eine interessante Konstellation dar, zu der die ELEKTRONIK den Leiter des Messtechnik-Geschäftsbereiches von Rohde & Schwarz, Roland Steffen, befragt hat.

Herr Steffen, wie sehen sie die neu vorgestellten Netzteile von Hameg (R&S) im Portfolio von Rohde & Schwarz? Der Name Rohde & Schwarz ist ja doch eher in der Fachwelt durch Kommunikationssysteme und HF- sowie Präzisions-Messtechnik bekannt.

Roland Steffen: „Auch wenn die Rohde & Schwarz-Messtechnik primär für Hochfrequenztechnik bekannt ist, ist unser Produktportfolio nicht auf dieses Segment begrenzt. Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns z.B. mit Audiomesstechnik und haben auch einige Spezialnetzgeräte im Pro-gramm. Seit der Einführung der Oszilloskope erweitern wir unseren Kundenkreis kontinuierlich in Richtung allgemeiner Elektronikanwendungen. Dort, aber auch bei unseren traditionellen HF-Kunden, verkaufen wir immer mehr Labornetzgeräte, was uns darin bestärkt unser Portfolio an Netzgeräten stetig zu vergrößern.“

Diese neuen Netzgeräte weisen, wie unsere Tests bestätigten, sehr praxisgerechte Eigenschaften für den Laborbetrieb und auch für den Produktions-Einsatz auf (triggerbar, Arbiträr-Betrieb, externe Steuerung von Spannungswechseln, Logging). Sehen Sie dementsprechend auch eine große Nachfrage im Markt und wenn ja von welchen Unternehmen (Zielgruppe)?

Roland Steffen: „Gerade im Produktionseinsatz, wo hohe Zuverlässigkeit gefragt ist, erfreuen sich Geräte von Rohde & Schwarz großer Beliebtheit. In der Regel müssen alle aktiven Messobjekte beim Testen mit Strom versorgt werden, ob Teile einer Kfz-Elektronik, ein Mobiltelefon oder auch ein aktives Bauelement. Somit ist es ganz logisch, dass wir diesen Kunden zusätzlich zu unseren HF-Messgeräten auch das für die Applikation passende Netzteil anbieten wollen. Die Anwendungen im Labor sind genauso vielfältig. So zum Beispiel beim Test einer Handy-Batterie, bei der als Last und zum Laden ein Netzteil mit Zwei-Quadranten-Betrieb dienlich ist, oder beim Simulieren und Untersuchen eines Einschaltvorgangs eines komplexen FPGAs mit mehreren Versorgungsspannungen, die in einer bestimmten Reihenfolge angelegt werden müssen.“

Haben Ingenieure (aus dem „R&S-Mutterhaus“) bei der Entwicklung der Netzteile mitgewirkt?

Roland Steffen: „Die konkrete Entwicklung wird von HAMEG-Mitarbeitern durchgeführt. Was die Fertigungsprozesse oder die Auswahl von Liefe-ranten und Bauelementen angeht, arbeiten wir im Konzernverbund.“