Netzwerkanalyse Neue Geräte setzen neue Leistungsmarken

Setzt neue Marken in der Netzwerkanalyse: der 4-Tor-Analysator ZVA 67 reicht bis 67 GHz und kann mit einem außergewöhnlichen Dynamikbereich aufwarten.

Bei Rohde & Schwarz gibt es für die Präzisions-Netzwerkanalyse zwei neue bemerkenswerte Architekturen: kostenoptimale PCI-Karten-Versionen bis 6 GHz und ein Top-High-end-Gerät bis 67 GHz für das Labor.

Die vektoriellen Netzwerkanalysatoren im PCI-Format für Standard-PCs stammen aus der Entwicklung von Advantest, sie sind bei Rohde & Schwarz im Vertriebsprogramm.

Es handelt sich um die beiden Typvarianten R3755A (300 MHz) und R3760 (6 GHz), mit denen man recht kostengünstig Produktions- und Entwickungsplätze für die Frequenzgangcharakterisierung von Quarzen, SAW-Resonatoren, RFID-Chips und vielen anderen HF-Komponenten in vielen Bereichen der Elektronikindustrie realisieren kann.

Die Analysator-Karten werden mit fertigten Applikationsbeispielen unter Visual Basic und Visual Studio geliefert, so dass sofort typische Messparameter wie Amplitude, Phase, VSWR oder Gruppenlaufzeit im kartesischen Darstellungssystem, im Polarkoordinatensystem oder Smithdiagramm dargestellt werden können. Anpassungen an unterschiedlichen Prüflinge oder Produktionsumgebungen sind jederzeit schnell möglich.

Während das Model R3755A den Frequenzbereich von 10 kHz bis 300 MHz bei -43 dBm bis +18 dBm Ausgangsleistung abdeckt, ist das Model R3760 für den Frequenzbereich 300 MHz bis 6 GHz bei -10 dBm bis 0 dBm Ausgangsleistung vorgesehen. Beide Modelle verfügen über SMA-Anschlüsse und zeichnen sich durch sehr geringe Leistungsaufnahme aus.

Das Top-High-end-Laborgerät nennt sich ZVA67 und es ist der erste Netzwerkanalysator auf dem Markt mit vier Messtoren für den Frequenzbereich bis 67 GHz. Mit seiner äußerst hohen Dynamik (110 dB bei 67 GHz) und Ausgangsleistung (6 dBm bei 67 GHz) bietet er ansehnliche Laborleistung.

Die vier internen Signalquellen reduzieren zusätzlich die Komplexität und den Aufwand beispielsweise bei frequenzumsetzenden Messungen, da keine externen Signalgeneratoren nötig sind.

Die weltweit einzigartige Architektur mit vier Toren, vier integrierten Signalquellen und acht Empfängern ermöglicht Messungen an Mehrtoren wie Mischern, Kopplern oder symmetrischen Messobjekten mit nur einem Gerät. Mit der hohen Ausgangsleistung von 6 dBm und dem weiten Power-Sweep-Bereich von über 40 dB charakterisiert der Analysator das Klein- und Großsignalverhalten an aktiven Komponenten. Lineare und nichtlineare Messungen sind mit einem einfachen Messaufbau möglich.

Mit seinem Frequenzbereich bis 67 GHz deckt der Analysator auch den Bereich ab, in dem die drahtlose Übertragung vom Multimediadaten (wireless HDMI) geplant ist. Weitere Anwendungen finden sich im Bereich Aerospace für Inter-Satelliten-Kommunikation oder im Bereich Defence für Punkt-zu-Punkt-Kommunikationssysteme.

Mit Hilfe von Frequenzerweiterungsmodulen lässt sich der Frequenzbereich dieses 4-Tor-Netzwerkanalysators auf über 325 GHz erweitern.