S-Parameter-Messungen Netzwerkanalyse muss nicht mehr teuer sein

Zu erheblich günstigerem Preis als traditionelle Netzwerkanalysatoren arbeitet der SPARQ, und das bei 2 oder 4 Ports und bis 40 GHz

Der neue SPARQ Signal-Integrity-Netzwerkanalysator von LeCroy erlaubt S-Parameter-Messungen bis 40 GHz an bis zu 4 Ports - das Ganze zu einem beachtenswerten Preisniveau.

Der Name SPARQ des Netzwerkanalysators ist die Abkürzung des Begriffes »S-PARameter Quick«, was verdeutlichen soll, dass man mit dem Gerät auf rasche Weise die Transmissions- und Reflexions-Charakteristika einer HF-Komponente überprüfen kann. Hierzu arbeitet der Analysator mit einem externen und beim Anwender vorhandenen PC zusammen, was mit ein Grund für die Preisgestaltung ist.

Interessant ist weiterhin, dass sich Messparameter sowohl im Zeit- wie auch im Frequenzbereich bestimmen lassen, sie können im Standard-Touchstone-S-Parameter-Format gespeichert werden - einem Standard Import-format vieler Simulationsprogramme.  

Verfügbar sind drei Modelle: der SPARQ-4004E (40 GHz, 4-port, interne Kalibration, 49990 Euro), der 4002E (40 GHz, 2-port, interne Kalibration, 37490 Euro) und das Modell 4002M (40 GHz, 2-port, manuelle Kalibration, 24990 Euro).

Das eingebaute elektronische OSLT-Kalibrationskit erlaubt die vollständige Kalibration mit nur einem klick, ohne dass Kalibrierstandards zeitaufwendig angeschlossen werden müssen.  Mit dem SPARQ gehört die mühsame, langwierige und fehleranfällige manuelle Kalibrierung der Vergangenheit an.

Spezifiziert ist der Dynamikbereich mit über 50 dB bei 40 GHz. Alle „E“-Modelle umfassen standardmäßig ein internes elektronisches OSLT-Kalibrierkit, mit dem die Kalibrierung ohne Anschluss externer Kalibriernormale rasch durchgeführt werden kann, sie unterstützen aber bei Bedarf auch weiterhin  manuelle externe Kalibrationsverfahren (wie beim M-Modell allein).

Wird die automatische Kalibrierung ausgewählt, berücksichtigt der Analysator auch angeschlossene Kabel, Adapter und Testfassungen und rechnet diese aus den Messergebnissen heraus (De-Embeding), um die S-Parameter des Prüflings zu bestimmen.

Die sehr rasch durchführbaren Messungen beruhen nicht zuletzt auf der intuitiv bedienbaren graphischen Oberfläche. Der Anwender hat dabei die Auswahl zwischen Single-Ended-, Differential- oder Mixed-Mode-S-Parameter Messungen (Magnitude und Phase). Parallel dazu können Zeitbereichsmessungen ähnlich einem TDR (Time Domain Reflectometer), Sprung- und Impulsantworten, Rho- und normalisierte Impedanzen Z mit frei definierbarer Anstiegszeit, dargestellt werden. Alle diese Funktionen sind ohne Mehrkosten standardmäßig vorhanden.

Die mitgelieferte Software basiert auf dem gleichen Bedienkonzept wie bei den LeCroy-Oszilloskope. Alle Signale können gezoomt, verschoben oder mathematisch verarbeitet werden.