Magdeburger Start-Up Longlatec Messtechnik für das Internet der Dinge fit machen

Dieser Prototyp der Longlatec-Technologie nutzt einen Cortex M0+ (4 kB RAM, 16 kB Flash, 12 MHz).
Dieser Prototyp der Longlatec-Technologie nutzt einen Cortex M0+ (4 kB RAM, 16 kB Flash, 12 MHz).

Longlatec möchte Herstellern im Bereich Sensorik und Messtechnik helfen, mobile, batteriebetriebene Produkte für das Internet of Things (IoT) zu entwickeln. Dazu entwickelt das Magdeburger Startup mobile Konnektivitätslösungen, die direkt in einzelne Messeinheiten integriert werden.

Das Internet der Dinge (IoT) birgt eine große Chance für Hersteller von Sensorik und Messgeräten. Vielen Herstellern fehlt jedoch das nötige Know-How im Bereich der mobilen Datenübertragung. Longlatec ermöglicht Herstellern von Messtechnik in mobilen Anwendungsfeldern, ihre Geräte in IoT Produkte zu verwandeln und so neuartige Angebote zu schaffen und neue Geschäftsfelder zu erobern. Die Konnektivitätslösung von Longlatec wurde speziell für mobile Produkte entwickelt und ermöglicht Batterielaufzeiten von mehreren Jahren.

Um die Messdaten möglichst energieeffizient in die Webanwendungen zu übertragen, kommt dabei ein besonders wirkungsvolles Übertragungsprotokoll zum Einsatz. Durch die Minimierung der Datenpakete kann die Datenübertragung sehr energieeffizient erfolgen. Die Weiterleitung der Daten an IoT Anwendungen über die herkömmlichen Schnittstellen des Web 2.0 findet erst in der Cloud statt.

Das System von Longlatec wird derzeit bei einem mobilen Feuchtigkeitssensor getestet. Dabei hilft das Startup Obst und Gemüsebauern ihre Erträge zu steigern und dabei Bewässerungskosten zu sparen.

Longlatec ist ein Projekt der Otto­von‐Guericke‐Universität Magdeburg. Die Ausgründung ist für September 2017 geplant. Das Projekt Longlatec wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt und die Europäische Union gefördert.