Modulare Messtechnik Mehr Leistung im PXI-Express-Chassis

NI hat ein PXI-Chassis mit 58 W Leistung pro Steckplatz entwickelt. Messtechnik-Einschübe mit höherer Leistungsaufnahme sollen folgen.
NI hat ein PXI-Chassis mit 58 W Leistung pro Steckplatz entwickelt. Messtechnik-Einschübe mit höherer Leistungsaufnahme sollen folgen.

National Instruments PXIe-1095 liefert statt den üblichen 38 W bis zu 58 W pro PXI-Steckplatz. Im 38-W-Kühlprofil wurden die Lüftergeräusche um 13 dB reduziert.

Insgesamt 18 PXI-Steckplätze werden über das Chassis versorgt. Das entspricht über 1 kW abzuführender Wärmeleistung. Momentan sind dies aber noch theoretische Überlegungen, denn keines der über 600 PXI-Produkte von National Instruments benötigt aktuell 58 W. Entsprechende Messkarten stehen aber auf der Entwicklungs-Roadmap, wie NIs Produktmanager Ben Robinson auf der productronica verriet. Sie können mit leistungsstärkeren FPGAs ausgerüstet werden und eine höhere Anzahl an Messkanälen parallel betreiben, so der Ausblick.

Reduzierte Lüftergeräusche

Der Betrieb aktueller 38-W-Messkarten ist mit dem PXIe-1095 ebenfalls möglich. Dafür steht dem Anwender neben dem 58-W- auch ein 38-W-Kühlprofil zur Verfügung, bei dem die Lüftergeräusche um 13 dB (gemäß ISO 7779) im Vergleich zum PXIe-1085-Chassis reduziert wurden. Bei diesem Geräuschpegel entspricht eine Reduktion um 10 dB für das menschliche Gehör einer Halbierung der Lautstärke.

Für Anwendungen mit langen Betriebszeiten wurde das Chassis mit zwei im laufenden Betrieb austauschbaren, redundanten Netzteilen mit 1200 W ausgestattet. Die Systembandbreite beträgt 24 GB/s, die mit PCI-Express-Technologie der 3. Generation erzielt wird. Optional ist ein Timing- und Synchronisations-Upgrade verfügbar, das einen integrierten beheizten Quarzoszillator (OCXO) zur Steigerung der Taktgenauigkeit sowie externes Takt- und Trigger-Routing beinhaltet.