Mobilfunknetze Interferenzen sofort finden

Um Interferenzen zu finden, muss bisher ein Techniker zur Basisstation fahren und das Spektrum aufzeichnen.
Um Interferenzen zu finden, muss bisher ein Techniker zur Basisstation fahren und das Spektrum aufzeichnen.

Die Qualität von Mobilfunknetzen kann durch Interferenzen empfindlich gestört werden. Das Lokalisieren der Quellen ist ein aufwändiger Prozess, der viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Wie können Probleme möglichst frühzeitig erkannt und auch lokalisiert werden?

In den letzten Jahren ist der Bedarf an Bandbreite für Mobilfunk und drahtlose Datenübertragungen gestiegen. Milliarden Euro haben die Netzbetreiber in versteigerte Frequenzbereiche investiert. Damit sich diese Investitionen auch lohnen, müssen die Betreiber dafür sorgen, dass die Qualität ihrer Service-Leistungen stimmt. Denn nur mit guter Sprach- und Datenübertragung lassen sich Kunden an das jeweilige Netz binden.

Mit der Nachfrage steigt auch der Aufwand, die Mobilfunknetze im optimalen Zustand zu halten. Ein wichtiger Störfaktor sind Interferenzen. Zu den Quellen gehören illegale Sender, Repeater, DECT-Telefone, Störsender und das Kabelfernsehen. Auch andere Mobilfunknetze können Interferenzen verursachen.

Ein Problem im Netzwerk fällt üblicherweise dann auf, wenn sich bestimmte Leistungsmerkmale verschlechtern. Ein Hinweis ist beispielsweise die Anzahl an abgebrochenen Anrufen. Eine Vielzahl von Ursachen kommen dann in Betracht: Fehler in Geräte-Firmware, Hardware-Probleme, passive Intermodulation (PIM) und externe Interferenzen.

Wenn ein Problem auftritt, muss ein Techniker zur Basisstation fahren. Er zeichnet das Spektrum der Antenne auf und sucht nach Abweichungen von den erwarteten Signalen. Wenn ein verdächtiges Signal gefunden ist, muss der Techniker sich auf die Suche nach der Quelle machen. Aber selbst mit erfahrenen Technikern vergeht viel Zeit zwischen dem Auftreten und der Behebung des Problems.