USB-Tester High-speed-USB 3.1 mit 10 Gbit/s testen

Der Protokolltester Voyager M310 kommt mit 10 Gbit/s Übertragungsrate zurecht und zeichnet den Datenstrom auf einem USB-3.1-Port kontinuierlich auf. (Foto: Teledyne-LeCroy)
Der Protokolltester Voyager M310 kommt mit 10 Gbit/s Übertragungsrate zurecht und zeichnet den Datenstrom auf einem USB-3.1-Port kontinuierlich auf. (Foto: Teledyne-LeCroy)

Der Universal Serial Bus (USB) wurde im Jahr 1996 eingeführt Seitdem gab es immer wieder größere Erweiterungen zuerst mit USB 1.1, dann USB 2.0 und nun aktuell mit USB 3.1. Jede Erweiterung brachte im Wesentlichen eine Erhöhung der Datenübertragung. Hier eine Testmöglichkeit für diesen wirklichen High-speed-USB 3.1.

Ermöglichte USB 2.0 eine max. Datenrate von 480 Mbit/s so sind es mit USB 3.0, auch SuperSpeed (oder SS) USB genannt, schon 5 Gbit/s. Und mit dem aktuellen Standard USB 3.1 (SuperSpeed+) erreicht man erneut eine Verdoppelung auf 10 Gbit/s. Im Wesentlichen ist dafür die Umstellung der Übertragung von einer 8b/10b-Codierung auf eine 128b/132b-Codierung zuständig, wobei der Datenoverhead deutlich reduziert wird. Abwärtskompatibilität besteht zum Standard 2.0, auch bezüglich der Stecker – lediglich die Abschirmungen in den 3.1-Kabeln müssen deutlich besser sein als bei USB 2.0. Es ist also auf die neuen Kabel besonderer Wert zu legen.

Geräte aus der Messtechnik gibt es für USB 3.1 freilich noch nicht, wohl aber für 3.0 (ein 8-Kanal-Scope von Pico). Die ersten 3.1-Chips kommen vielmehr erst in diesen Monaten auf den Markt, natürlich gibt es aber bereits die ersten Protokolltester, damit Unternehmen mit den neuen Chips gleich zu entwickeln beginnen können.

Ein solcher Protokolltester ist beispielsweise der Typ Voyager M310 von Teledyne-LeCroy (Bild). Das Gerät schafft die vollen 10 Gbit/s Übertragungsrate und zeichnet dabei den Datenstrom kontinuierlich auf, decodiert die Protokolle und stellt sie übersichtlich auf dem Bildschirm des angeschlossenen PCs dar. Dabei hilft ein eingebauter Datenspeicher von 16 Gbyte Kapazität. Der Decodierer ist abwärtskompatibel zu den früheren USB-Standards 2.0 und 3.0. Für eine hohe Signalintegrität sorgt ein spezielles Kontaktierverfahren mit der Prüflingsbaugruppe, genannt T.A.P.3, das sehr kapazitätsarm konzipiert ist und deshalb keine Tiefpass-Belastung darstellt.