Chipsatz und Oszi-Architektur von Rigol Für Hochleistungsoszilloskope bis 4 GHz

Drei neue Chips sollen bald in neuen Rigol-Oszilloskopen für mehr Leistung sorgen.
Drei neue Chips sollen bald in neuen Rigol-Oszilloskopen für mehr Leistung sorgen.

Rigol Technologies hat den neuen Phoenix-Chipsatz vorgestellt. Die drei selbst entwickelten Chips ermöglichen leistungsfähigere Oszilloskope mit Bandbreiten bis 4 GHz.

Neben dem Phoenix-Oszilloskop-Chipsatzes stellt Rigol Technologies auch die neue Ultravision-II-Oszilloskop-Architektur vor. Damit will das Unternehmen das Portfolio erweitern, um auch die Anforderungen sehr anspruchsvoller Anwendungen zu erfüllen.

Der Phoenix-Chipsatz umfasst drei Chips, die jeweils nach Sternen des Sternbilds Phoenix benannt sind. Der analoge Front-End-Chip mit der Bezeichnung Beta Phoenicis ermöglicht eine Front-End-Bandbreite von bis zu 4 GHz und integriert alle Funktionen, die digitale Oszilloskop-Analogmodule benötigen. Dazu gehört auch das 1-MΩ-Kanaleingangsdämpfungsglied für schnell realisierbare und rauscharme Signalerfassung.

Zusätzlich zum analogen Front-End-Chip stellt Rigol auch den Signal-Processing-Chip mit der Bezeichnung Ankaa vor, der die Datenerfassung mit 10 GSa/s unterstützt, sowie den Probe-Amplifier-Chip mit der Bezeichnung Gamma Phoenicis, der Differentialtastköpfe bis zu 6 GHz unterstützt. Diese ASIC-Bausteine sind komplette Eigenentwicklungen von Rigol.

Mit neuen ASICs zu neuen Oszilloskopen

Der Phoenix-Chipsatz ermöglicht es Rigol, die Leistungsfähigkeit seiner Oszilloskope mit der neuen UltraVision-II-Architektur zu steigern. Das Ergebnis sind Produkte mit deutlich höheren Signalerfassungsraten, neuen Filter- und Trigger-Funktionen, größeren Speichertiefen und umfangreicheren Suchfunktionen.

Während der Vorstellung des Chipsatzes im chinesischen Suzhou zeigte Rigol einen Oszilloskop-Prototypen mit Phoenix-Chips und der Ultravision-II-Architektur. Der Prototyp demonstriert mit 4 GHz Bandbreite, 20 GSa/s Echtzeit-Sample-Rate und 1 Milliarde Punkte Speichertiefe die Möglichkeiten der Neuentwicklungen. Die offizielle Ankündigung der ersten Produkte mit dem Phoenix-Chipsatz wird für Ende 2017 erwartet, wobei die ersten Auslieferungen an Kunden noch im 4. Quartal 2017 geplant sind.